Theaterstück mit Lerneffekt: „Emil und die Detektive“

Von: jkü
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Theaterstück mit Lerneffekt: Die Schauspieler Lena Sommer, Bernhard Schnepf und Mario Thomanek (rechts) thematisieren in „Emil und die Detektive“, dass nicht alle Fremden Gutes im Sinn haben. Foto: J. Küppers

Eschweiler. Auf dem Stundenplan der Eschweiler Grundschüler steht am Donnerstagmorgen weder Lesen noch Schreiben. Sie lernen an diesem Vormittag eine Lektion für das Leben. Die Schauspieler des Das da-Theaters haben ihnen an diesem Vormittag mit dem Theaterstück „Emil und die Detektive“ vermittelt, dass man Fremden nicht vertrauen darf.

In der Geschichte von Erich Kästner bekommt Emil während einer Zugreise nach Berlin von einem Fremden zuerst Schokolade geschenkt und wird anschließend von ihm bestohlen. Dass nicht jeder Mensch nett ist, weiß auch die sechsjährige Cindy. „Mama sagt immer, ich darf nichts von Fremden annehmen“, erzählt sie.

Weil das aber nicht allen Kindern so klar ist, hat die Theatergruppe die Geschichte von Emil in diesem Jahr aufgegriffen. „Es ist ein Thema, das Kinder betrifft“, sagt Armin Pappert, technischer Leiter des Theaters. Es gehe auch darum, den Kindern klar zu machen, dass sie viel schaffen können, wenn sie zusammenhalten. Trotz des angestrebten Lerneffekts soll das spannende Stück aber „nicht mit dem erhobenen Zeigefinger daher kommen“ und die Kinder unterhalten.

Polizisten sorgen für Lacher

Mehrere Musikpassagen laden die Kleinsten beispielsweise zum Mitklatschen und Mitsingen ein. Für Lacher sorgen die tollpatschigen Polizeibeamten aus der Asservatenkammer. Diese komische Darstellung der Polizei soll den Kindern die Angst nehmen, im Notfall den Polizeiruf 110 zu wählen und um Hilfe zu bitten. „Die Polizei hilft auch dann, wenn man wie Emil mal Mist gemacht hat“, sagt Pappert.

Nicht nur für die Kinder, auch für die professionellen Schauspieler ist so ein Kinderstück etwas Besonderes. „Die Reaktionen sind viel stärker“, erzählt der technische Leiter. Kinder seien im Publikum „voll da“. Manchmal reagieren sie auch anders als es die Erwachsenen erwarten. „Sie sehen zum Beispiel Dinge, die uns gar nicht mehr auffallen“, erklärt er. Um diese Reaktionen vorher herauszufinden, probt die Theatergruppe Kinderstücke vorher mit Projektklassen, die einzelne Szenen schon vor der Premiere sehen dürfen.

Seit mehreren Jahren reist das freie Theater mit Kinderstücken durch die Städteregion. Bis Juli wird das Stück in verschiedenen Grundschulen aufgeführt.

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