Theatergesellschaft „Fröhlichkeit“ feiert gelungene Premiere ihres neuen Stücks

Von: jlm
Letzte Aktualisierung:
6701330.jpg
Planen einen Banküberfall: die Seniorinnen Theresia (gespielt von Charlotte Grüttgen) und Elisabeth (Claudia Kucharz). Foto: Julia Meuser

Eschweiler. „Kleine Kinder und alte Leute – absolut dasselbe“, weiß Maria Lothmann (gespielt von Petra Grün), die sich ab und an um ihre Tante Theresia Martens (Charlotte Grüttgen) sorgt. Mit ihren Freundinnen Agnes von Bergen (Angelika Bergrath) und Elisabeth Kaldenbach (Claudia Kucharz) spielt sie jede Woche zweimal in ihrem Wohnzimmer Rommé.

Plätzchen und Kaffee dürfen da nicht fehlen. In ihrem Alltag ist dieses rituelle Zusammentreffen so gut wie das einzige Interessante: Ihre Männer sind bereits verstorben und ihr Gesundheitszustand ist altersbedingt auch nicht mehr der beste. Doch plötzlich kommen die drei auf eine Idee...

Die Premiere des Theaterstücks „Rommé zu Dritt“ der Theatergesellschaft „Fröhlichkeit“ am Freitagabend im Pfarrheim Bergrath war ein voller Erfolg. Vor ausverkauftem Hause sorgten die begabten Schauspieler für lautes Gelächter und tosenden Applaus. „Wir haben viel Schweiß auf und hinter der Bühne gelassen“, gestand Regisseur Sascha Krauß. Besonders nervös war wohl Udo Jouhsen, der an diesem Abend seine Bühnenpremiere feierte.

Zurück zur Geschichte des Stücks und der Idee der drei Damen: Sie wollen die Bank an der gegenüberliegenden Straßenseite überfallen, jedoch mit einem edlen Motiv. Neben der Aufstockung ihrer eigenen Zusatzrente soll dem örtlichen Altersheim mit einer „kleinen“ Spende ein wenig geholfen werden, um dessen schlechten Zustand zu verbessern. Zuerst nur ein fixe Idee gehen die drei Damen den Plan immer wieder im Kopf durch, spielen ihn schließlich sogar im Wohnzimmer nach.

Doch da schöpft die Nichte Maria Verdacht. Ihr Freund Norbert Bündgens (Udo Jouhsen) soll sich als Kommissar verkleiden, die drei Seniorinnen einschüchtern und sie so von ihrem Plan abbringen. Doch zu spät: Die drei ziehen ihren Coup durch und der Überfall gelingt. Jedoch erbeuten sie weit mehr als geplant, genau 48.0000 Euro! Wohin nun mit all dem Geld? Und was führt Norbert wirklich im Schilde? Kann sich das Seniorenheim vielleicht wirklich auf eine „kleine“ Spende freuen?

111-jähriges Bestehen

Die Theatergesellschaft „Fröhlichkeit“ feiert in diesem Jahr ihr 111-jähriges Bestehen: Gegründet 1912, erlebte sie kurz danach ihre Blütezeit, bis in den „Goldenen Zwanzigern“ zunehmend Männergesangsvereine, Schützen- und Kriegsvereine und natürlich auch diverse Karnevalsgesellschaften das Gesellschaftsleben Eschweilers bestimmten. In den 30er Jahren musste der Verein dann immer mehr in den Hintergrund treten.

Heute kann die Gesellschaft auf eine lange Vereinszeit und Stücke wie „Der Bergmann“, „Die Ananasplantage von Sansibar“, „Köbes us de Fläsch“ und „Wir kommen alle in den Himmel“ zurückblicken. Und auch das aktuelle Bühnenstück wird sicher noch lange in Erinnerung bleiben.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert