Telefonterror: Fan droht Germanen-Spitze

Von: Patrick Nowicki
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Eschweiler. Den Vorstandsmitgliedern der Fußballabteilung von Germania Dürwiß dürfte der Spaß an ihrer ehrenamtlichen Arbeit im Moment schwerfallen.

Vor und nach dem Meisterschaftsspiel in der Mittelrheinliga gegen Viktoria Arnoldsweiler (0:2 aus Dürwisser Sicht) wurden einige von ihnen und ihre Familienangehörigen am Telefon massiv bedroht. Bei dem Unbekannten handelt es sich wohl um einen Anhänger von Viktoria Köln. Die Domstädter stecken wie Arnoldsweiler im Abstiegskampf.

„Wir wissen, wo Du wohnst”, warnte der Unbekannte unter anderem den Geschäftsführer Willi Greven davor, die Partie gegen Arnoldsweiler zu verlieren. Der Mann, der einwandfreies Deutsch gesprochen haben soll, warf am Telefon der Germania auch vor, dass Spiel „verkauft” zu haben. Der Unbekannte ließ nach der Partie nicht locker: Am Sonntagmorgen erhielt Greven gegen 9 Uhr über 15 weitere Anrufe. Auch der Abteilungsleiter Wolfgang Röber und dessen Gattin Margret Röber mussten sich Beschimpfungen gefallen lassen.

Die Germania schaltete den Fußballverband Mittelrhein ein und denkt über weitere Schritte nach. Staffelleiter Hans-Josef Geiser: „Wir reagieren sofort und werden die noch ausstehenden Spiele von Arnoldsweiler und Viktoria Köln beobachten.” Zudem wurden die Domstädter um eine Stellungnahme gebeten. Die noch ausstehenden Spiele der beiden Viktorias aus Arnoldsweiler und Köln stehen unter Beobachtung des Verbandes.

Zu den Manipulationsvorwürfen: „Das ist absurd. Für Arnoldsweiler ging es um den Klassenerhalt, für Dürwiß um den Titel.” Auch Arnoldsweiler Vorständler wurden bedroht.
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