Team Eddy Merckx-Indeland: Großer Name, aber die alte Philosophie

Von: Patrick Nowicki
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Sie treten in der neuen Saison in die Pedale: Die Fahrer des Team Eddy Merckx/Indeland starten hoch motiviert in die Ende Februar beginnende Saison 2011. Foto: P. Nowicki

Stolberg/Eschweiler. Eddy Merckx - der Name spricht für Erfolge im Radsport. Die Räder des belgischen Ausnahmeathleten sollen nun das Indeland-Team zu Siegen führen. Dass dies auch in der neuen Saison gelingt, davon ist Fahrer David Kopp überzeugt: „Wir wollen das ein oder andere große Team schonmal ärgern.

Wir werden sicher unterschätzt.” Der 32-Jährige weiß, wovon er spricht, trug er doch das Trikot von Telekom und Gerolsteiner und nahm auch an der Tour de France schon teil. Jetzt ist er Kopf einer jungen Mannschaft, die am Wochenende im Eschweiler Kulturzentrum Talbahnhof vorgestellt wurde.

Die sportliche Leitung teilen sich Rüdiger Systermans und Markus Ganser. Dessen Bruder Stefan Ganser hat als zweiter Fahrer die 30-Jahre-Grenze überschritten, alle anderen in der Mannschaft sind deutlich jünger. „Unser Ziel ist es, nicht nur ambitionierte Fahrer aus der Region für uns zu gewinnen, sondern auch den ein oder anderen Nachwuchsfahrer nach oben zu bringen”, sagt Markus Ganser. Der Name des Teams hat sich also geändert, die Philosophie aber nicht.

Vor allem Neuzugang Patrick Bercz passt in dieses Schema, denn der 21-jährige Kempener zählt zur U23-Nationalmannschaft und will sich übers Team Eddy Merckx/Indeland für höhere Aufgaben empfehlen. „Ich habe bisher nur reine U23-Rennen bestritten und will mir hier die nötige Härte holen”, kündigt er an. Die WM-Teilnahme in Kopenhagen ist sein großes Ziel. Auch für die beiden anderen Neuen, Joop de Gans und Dirk Finders, gilt der Satz von Teamleiter Markus Ganser: „Sie haben ihr Potenzial noch nicht ausgeschöpft.”

Eine Gruppe des Teams hat sich auf Gran Canaria auf die Saison vorbereitet. Die übrigen Fahrer werden in den nächsten Tagen die Region weiter kennen lernen, denn es wird eifrig trainiert. Ende Februar stehen schließlich die ersten Rennen der Saison, in Zwolle und Beverbeek, auf dem Terminkalender. Weitere Einsätze in Belgien und den Niederlanden folgen, ehe am 20. März der Klassiker Köln-Schuld-Frechen unter die Pedale genommen wird. Dort meldete sich David Kopp mit einem Sieg im vergangenen Jahr eindrucksvoll zurück. Vorher geht es nach Malaysia zur Rundfahrt.

Im Rennkalender tauchen immer mehr Rennen im Ausland auf. „Dies liegt auch daran, dass die Zahl der Rundfahrten in Deutschland leider abgenommen hat”, bedauert Markus Ganser. Die Sachsen-Tour und die Bayern-Rundfahrt bilden eine löbliche Ausnahme - und an beiden nimmt das Radsportteam aus der Region teil.
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