Eschweiler - Tauchen vor Papua-Neuguinea und Quetschbüll-Spielen im Heim

Tauchen vor Papua-Neuguinea und Quetschbüll-Spielen im Heim

Von: ran
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Seit 75 Jahren treues Mitglied der ESG Turnen: Ehrenmitglied Josef Neumeier, der in wenigen Tagen sein 100. Lebensjahr vollendet, nahm aus den Händen des Vorsitzenden Günter Koch Glückwünsche sowie einen Geschenkekorb entgegen. Foto: Andreas Röchter

Eschweiler. Zahlreiche Indestädter erlernten bei ihm das Schwimmen. Bis vor wenigen Jahren stand er als Schwimmwart der ESG-Turnen, die an jedem Mittwoch zwischen 17 und 18 Uhr im Hallenbad Jahnstraße Schwimmkurse anbietet, noch am Beckenrand. In wenigen Tagen, nämlich am Donnerstag, 26. September, vollendet Josef Neumeier sein 100. Lebensjahr.

Bereits am Montag beging der gebürtige Dortmunder ein weiteres außergewöhliches Jubiläum. Auf den Tag genau vor 75 Jahren, am 9. September 1938, trat Josef Neumeier dem „Turnerbund Röthgen-Nord“, dem Ursprungsverein der Eschweiler Sportgemeinschaft, bei. Ehrensache, dass es sich Günter Koch, 1. Vorsitzender der ESG Turnen, nicht nehmen ließ, dem Jubilar und seiner Frau Marlene seine Aufwartung zu machen und einen Geschenkkorb zu überreichen.

„Ich bin seit 28 Jahren Mitglied des Vereins. Im Vergleich zu dir also noch ein absoluter Neuling und Jungspund“, schmunzelte der Vorsitzende zu Beginn seines Besuchs, über den sich Josef Neumeier sichtlich freute. „Schon im Alter von sechs Jahren bin ich in meiner Dortmunder Heimat einem Turn- und Schwimmverein beigetreten“, erinnert sich das baldige Geburtstagskind. Berufliche Gründe verschlugen den Chemiker aus dem Ruhrgebiet ins rheinische Eschweiler, wo Josef Neumeier im Elektrowerk arbeitete und sich bald dem „Turnerbund Röthgen-Nord“ anschloss. „Ich bin im Besitz aller möglichen Schwimmabzeichen“, erklärt er nicht ohne Stolz.

Dass Sport immer eine wichtige Rolle im Leben von Josef Neumeier spielte, zeigen seine Mitgliedschaften beim SC Delphin sowie im Eschweiler Tauchclub. Nicht zuletzt letzteres Hobby führte Josef Neumeier gemeinsam mit seiner Frau auf alle Kontinente der Erde. Mitbringsel aus unter anderem Papua-Neuguinea, Indien und Südamerika verzieren die Wände der Wohnung und sind der Beweis dafür, dass Marlene und Josef Neumeier viel von der Welt gesehen haben.

Schwimmer und Turner

Neben dem Sport hatte und hat vor allem die Musik immer eine große Bedeutung für den Jubilar. Mit der „Quetschbüll“, also dem Akkordeon, erfreute er viele Zuhörer in Seniorenheimen, zahlreiche Krankenhauspatienten oder aber Gäste von Geburtstagsfeiern. „Sein ehrenamtliches Engagement ist bewundernswert. Über Jahrzehnte hinweg hat er keine Mitgliederversammlung unseres Vereins verpasst“, zollt Günter Koch dem Jubilar, der seit mehr als zwei Jahrzehnten Ehrenmitglied der ESG Turnen ist, großen Respekt.

Bis vor wenigen Jahren selbst noch als Schwimmer aktiv, lässt es Josef Neumeier inzwischen etwas ruhiger angehen. „Doch kleine gymnastische Übungen stehen immer noch auf dem Programm“, erklärt Marlene Neumeier. Darüber hinaus berichtet der (noch) 99-Jährige Besuchern auch gerne von seinen Reiseerlebnissen. „Ich könnte Bücher schreiben“, macht der Jubilar deutlich. Erzählstoff ist sicher genug vorhanden.

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