Tanz in den Mai: Schmuse-Rock und reichlich kölsche Hits

Von: Sonja Essers
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Marita Köllner durfte bei der 3. Kölschen Mainacht in Röhe natürlich nicht fehlen. Sie tanzte barfuß auf den Zelttischen und begeisterte das Publikum mit ihren Hits. Foto: Sonja Essers

Eschweiler. Künstler, die barfuß auf Zelttischen tanzen, Begrüßungsgetränke, die den Besuchern besonders gut schmecken und Zeitreisende, die die Vergangenheit noch einmal aufleben lassen. Bis in die Morgenstunden wurde am Donnerstag gesungen, gefeiert und natürlich auch getanzt.

Die Indestädter begrüßten den Wonnemonat Mai auf zahlreichen Veranstaltungen. Dabei war nicht nur für jeden Musikgeschmack, sondern auch für jedes Alter das Passende dabei.

Musik und Unterhaltung standen an diesem Abend bei den Röthgener Ortsvereinen im Vordergrund. Die Röthgener Garde, die KG Ulk Oberröthgen, der Billardsportclub BSC Oberröthgen sowie die St.-Hubertus-Bogenschützengesellschaft Eschweiler-Oberröthgen und die Spielmannszüge Schwarz-Rot und Grün-Weiß hatten im Haus Flatten-Kern den Tanz in den Mai organisiert. Für Musik sorgte nicht nur Alleinunterhalter Michael Krämer, die die Gäste bereits zu Beginn mit Hits wie „Himbeereis zum Frühstück“ und „Hollywood Hills“ in Stimmung brachte. Ein Highlight des Abends war auch der Auftritt von Sänger Peter André. Bevor die Besucher jedoch die Tanzfläche enterten hatten Marianne Kreutzkamp und Matthias Tiesarzick ihren großen Auftritt.

Das Maikönigspaar des vergangenen Jahres wurde vom Spielmannszug Grün-Weiß abgeholt und mit klingendem Spiel in die Delio-Arena gebracht. Diese wiederum war geschmückt mit zahlreichen Maibäumen. Nicht nur die sorgten für eine passende Atmosphäre. Hauptorganisator Walter Rauchenberger begrüßte die Gäste mit verschiedenen Schnäpschen, die sie gegen eine freiwillige Spende erhielten. „Das kam schon im letzten Jahr sehr gut an“, sagte er. Besonders viel Mühe hatten sich die Verantwortlichen auch mit der Verlosung gegeben. Gutscheine für den Besuch verschiedener Karnevalssitzungen, ein Essen im Haus Flatten-Kern sowie Bierfässchen und Bierpräsentkörbe warteten auf neue Besitzer. So stand einer ausgiebigen Feier nichts mehr im Weg.

Eine liebgewordene Tradition ist der Tanz in den Mai auch für den Spielmannszug Bergrath geworden. Laut Andreas Lammertz, Vorsitzender des Spielmannszuges, gebe es diesen bereits seit etlichen Jahren. Auch im Bergrather Pfarrsaal sorgten schön geschmückte Maibäume für eine besondere Atmosphäre. Stolz waren die Mitglieder vor allem auf ein Exemplar. Bereits am Dienstag stellten sie vor der Pfarrkirche einen großen Maibaum auf. „Nach drei Jahren Planung haben wir das endlich geschafft“, freute sich Lammertz.

Ein besonderes Highlight war die Einsegnung des Maibaums, die auf Idee des Pastoralteams nach der Abendmesse am Donnerstagabend durch Pfarrer Marian Janke erfolgte. Für Stimmung sorgten der Auftritt des Spielmannszuges Hehlrath unter der Leitung von Frank Lammertz sowie die Bergrath-Singers. Unter der Leitung von Rolf Krause präsentierten sie Lieder wie „Stääne“ von der Gruppe Klüngelköpp und „Steh auf, mach laut“ von den Höhnern. Sein tänzerisches Können bewies das Jugendtanzpaar der KG Ulk Oberröthgen, Julia Faust und Dennis Zylus. Auch Ehrungen standen an diesem Abend auf dem Programm. So wurden Jessica Duda und Thorsten Körfer für ihre 15-jährige Mitgliedschaft geehrt. Auch Claudia Müller wurde nachträglich für 15 aktive Jahre geehrt. Sie gehört mittlerweile seit 17 Jahren dem Spielmannszug an. Reinhold Lammertz und Andreas Lammertz bringen es sogar auf 20 Jahre aktive Mitgliedschaft.

Neue Maikönigin wurde Irmgard Lammertz, deren Mann Reinhold Lammertz den großen Maibaum ersteigerte und ihn seiner Gattin widmete. Der Grund: In den gemeinsamen vorehelichen Jahren hatte er es nie geschafft seiner Liebsten den Mai zu stecken. Dies holte er auf diese Weise am Donnerstag nach.

Doch nicht nur in Bergrath waren gute Laune, Stimmung und Party garantiert. Auch der Maiclub Röhe ließ es auf seiner dritten kölschen Mainacht ordentlich krachen. Das Festzelt auf dem Röher Sportplatz platzte aus allen Nähten, als Marita Köllner ihre Hits zum Besten gab. Zuvor hatte bereits Sänger Willi Herren für ordentlich Stimmung gesorgt. Der Auftritt des kölschen Mädchens sollte jedoch vor allem für zwei Menschen etwas ganz Besonderes werden: Denise Schumacher und Tobias Schmitz. Das Maikönigspaar des Clubs wurde nicht nur von Marita Köllner auf die Bühne bestellt. „Es war so eine Freude euch auf Mallorca dazu zu überreden Maikönigspaar zu werden“, klärte sie die Besucher auf und fügte hinzu: „Ihr zwei gehört zu mir wie meine Familie.“ Ein schöneres Kompliment hätte die Sängerin dem Paar nicht machen können. Das sah auch das Publikum so und feierte mit Köllner, die ihre Titel „Denn mir sin kölsche Mädche“, „Es war in Altenahr“ und „Können diese Augen lügen“ barfuß auf den Zelttischen zum Besten gab. Als besondere Überraschung für das Maikönigspaar traten an diesem Abend auch die Rainbow Dancers aus Dürwiß sowie die Tanzgruppe der KG Onjekauchde Röhe auf. Des Weiteren sorgten die Darbietungen der Echte Fründe aus Düren und der Domstürmer aus Köln für mächtig Stimmung.

Nicht nur in der Mainacht, sondern auch am 1. Mai wurde in Röhe fleißig gefeiert. Schließlich stand am Nachmittag der Umzug des Maiclubs durch den Ort an. Begleitet wurde das Maikönigspaar von einem beachtlichen Gefolge. Zu diesem gehörten natürlich nicht nur die Mitglieder des Maiclubs, dessen Damen sich besonders fein herausgeputzt hatten. Auch die freiwilligen Feuerwehren aus Röhe und Dürwiß, die Spielmannszüge Blau-Weiß und Schwarz-Rot sowie der Spielmannszug und eine große Abteilung der Narrengarde Dürwiß gehörten dazu. Auch eine Abteilung der KG Onjekauchde Röhe war mit von der Partie. Zahlreiche Zuschauer hatten sich am Straßenrand versammelt um Denise Schumacher und Tobias Schmitz bei strahlendem Sonnenschein zuzujubeln. Doch zurück zur Mainacht.

Im Kulturzentrum Talbahnhof machten die Gäste eine kleine Zeitreise. Sie ließen die Vergangenheit, in der die Schnellengasse eine legendäre Partymeile war, noch einmal aufleben und taten dies gemeinsam mit keinem geringerem als Uwe Malischewski. Bekannt ist er den Indestädtern als Glory‘s-Discjockey und an diesem Abend bewies Malischweski erneut, dass er dies noch immer beherrscht wie kaum ein anderer. Natürlich durfte auch ein kleines Live-Programm nicht fehlen. So enterte kein geringerer als George McCrae, der 1974 mit dem Titel „Rock you Baby“ Weltruhm erlangt hatte, die Bühne. Die Gäste im Talbahnhof waren begeistert und feierten bis nach Mitternacht in den Wonnemonat hinein.

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