Tanz aus dem Orient verleiht Khalida Flügel

Von: lbe
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„Belly-Solo-Dancer of the world 2008” Khalida schwebte in einem Kostüm aus Gold über die Bühne und legte einen fantastischen Auftritt hin. Foto: Laura Beemelmanns

Eschweiler. Rhythmische Rufe, orientalische Musik, wahnsinnig schöne Kostüme und einmalige Tänzer: Das scheinen zwar anspruchsvolle, dennoch wichtige Faktoren für einen erfolgreichen „Based on Bellydance”-Abend in der Waldschule zu sein.

Die jüngste Tänzerin war gerade erst neun Jahre alt, die Älteste 70 - und die sei auch die fleißigste, so Veranstalterin Baeda (Bianca Schmitz).

Einst lernte Baeda die Kunst des orientalischen Tanzes vor 20 Jahren bei ihrem damaligen Lehrer Said el Amir. Der aus München stammende Tänzer tanze seit 24 Jahren und habe einen langen, harten Weg hinter sich. Inzwischen tritt er jedoch weltweit auf. „Er suchte nach neuen Formen und Möglichkeiten, um seine Wurzeln im orientalischen Tanz zu erweitern”, so Baeda. Daraufhin kombinierte er eine Mischung aus Jazz, Moderndance und Ballett mit Orientalischem Tanz. Der „Jazzorientalmoderndance”, kurz: Jomdance.

Neben Jomdance präsentierte er auch Raqs Sharki und Funky-Dance zu „That„s the way - I like it” auf der Bühne und faszinierte das Publikum nicht nur mit seinen Bewegungen, sondern auch mit seiner Ausstrahlung.

Damals als Schülerin, hat sich die studierte Tanzpädagogin „Baeda” zwischenzeitlich als Lehrerin etabliert. So traten auch ihre Schülergruppen auf, unter anderem „Sabaah” (arabisch: Sieben) und „Tamanja” (arabisch: Acht). Die Namen ergaben sich aus den jeweiligen Unterrichtszeiten der Gruppen und klingen nebenbei auch wunderschön. Ebenso auf der Bühne zu sehen waren „Penthesilea”, die auf mystische Gothic-Klänge tanzten und außergewöhnliche Kostüme trugen. Ihre Chefin Arzo tanzte zudem noch eine Gothic-Solo-Nummer, die durchweg „mal etwas anderes” bot.

Farbenfrohe Kostüme

Zwei faszinierende Auftritte zeigte Khalida mit Raqs Sharki und ihren Isis Wings. Die riesigen goldenen Flügel verfehlten ihre Wirkung keineswegs. Wie ein Engel schien sie auf der Bühne zu schweben und begeisterte ihr Publikum mit diesem fantastischen Auftritt.

Die sieben Frauen der Gruppe Jamila aus dem Rheinland zeigten einen fröhlich, aufmunternden Tanz mit farbenfrohen Kostümen und klangvoll raschendelm Schmuck. „Alissar” hingegen, die 2008 „Bellydance-Group of the world” wurden, zeigten Voi Dance und Bollywood und präsentierten wundervolle Kostüme. Die Veranstalterin selbst, Baeda, tanzte nicht nur als Teil ihrer Gruppen, sondern auch nahezu Solo.

Es war eine Freude ihr zuzusehen, denn sie verschwand voll und ganz in der Musik und ihr Blick drückte diese faszinierende Wirkung aus. Umgeben von völlig in schwarz umhüllten Frauen, tanzte sie in rot zur Musik von Sades „Soldiers of love”. Ihre Bewegungen verzauberten ihr Publikum.

Es war ein facettenreicher Abend, der ein Jahr Vorbereitungszeit, viel Schweiß und Nerven kostete. Im Jahre 1992 startete die erste Show, seitdem heißt es alle zwei Jahre wieder „Based on Bellydance.” „Das Bewusstsein für die orientalische Kultur ist eine andere geworden”, so Said el Amir und der Anspruch habe sich gewandelt.

Denn hinter solch einer Show steckt mehr als nur ein bisschen Freizeitbeschäftigung. Fundierte Ausbildungen und Herzblut gehören längst dazu - und zwar von jedem einzelnen Tänzer. „Meine Gruppen haben diese Show getragen”, freute sich die Organisatorin Baeda.
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