Eschweiler/Stolberg - Talent im Judo: Nach der Schule legt Jonas Pütz andere auf die Matte

Talent im Judo: Nach der Schule legt Jonas Pütz andere auf die Matte

Von: Sonja Essers
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Nimmt seinen Trainingspartner Ben Ihrlich auf die Schulter: Jonas Pütz möchte im nächsten Jahr bei den Deutschen Judomeisterschaften vorne landen. Foto: S. Essers

Eschweiler/Stolberg. An sein erstes Judo-Training erinnert sich Jonas Pütz noch ganz genau. „In unserem Kindergarten hing ein Zettel von einem Probetraining aus. Ich habe dann da mittrainiert und es hat mir total gut gefallen“, sagt der junge Indestädter.

Heute ist Jonas Pütz 15 Jahre alt und einer der erfolgreichsten Judoka seiner Altersklasse. In diesem Jahr erhielt der Schüler gleich zwei Einladungen vom Deutschen Judo-Club. Die Lehrgänge führten das Nachwuchstalent nach Hannover und Straßburg. Dort trainierte er mit Nachwuchssportlern aus ganz Deutschland zusammen.

Unterstützung der Mutter

Besonders viel Unterstützung erhält der 15-Jährige von seiner Mutter Susanne Pütz sowie den Trainern seines Vereins, dem Judo Club Asahi Stolberg. „Ohne meine Trainer wäre ich gar nicht erst so gut geworden. Ich habe ihnen wirklich sehr viel zu verdanken“, sagt Pütz.

Neben Bernd Ihrlich, Ulrike Prick-Vogel und Kathrin Vogel, gehört auch Wolfgang Winkler zum Trainerstab des Clubs. Er ist stolz auf die Leistung seines Schützlings, weiß jedoch auch, dass man nur mit viel Disziplin und Training erfolgreich werden kann. „Jonas hat großes Potenzial aber er hat auch noch Zeit, sich zu entwickeln“, meint Winkler.

Momentan kämpft der 15-Jährige als einer der Jüngsten in der Altersklasse der unter 18-Jährigen. „Wenn man als Jüngster im Jahrgang zu solchen Turnieren hinfährt, dann dürfen die Erwartungen nicht zu hoch sein“, sagt Winkler. Schließlich lägen gerade in der körperlichen Entwicklung Welten zwischen einem 15- und einem 18-Jährigen.

Auch vor Verletzungen warnt der erfahrene Trainer seinen Schützling immer wieder. „Judo ist ein Sport, in dem es von heute auf morgen vorbei sein kann, sobald man eine richtige Verletzung hat“, sagt Winkler. Damit kennt Pütz sich bereits aus. Einen gebrochenen Daumen sowie Schmerzen im Rücken und in der Schulter hat der Indestädter schon hinter sich.

Eine ernsthafte Verletzung habe er zum Glück noch nicht gehabt, sagt der Neuntklässler, der in seiner Lieblingssportart noch viel erreichen möchte. „Mein Ziel ist es, im kommenden Jahr eine Platzierung auf der Deutschen Meisterschaft zu holen“, sagt Pütz. Dafür trainiert der Schüler momentan drei Mal in der Woche in Stolberg, Wahlheim und im Bundesleistungszentrum in Köln.

Doch nicht nur die Technik muss perfekt sitzen. Auch Kraft und Ausdauer spielen beim Judo eine wichtige Rolle. Deshalb steht für Jonas Pütz auch noch jede Woche Krafttraining auf dem Programm. „Mir macht es Spaß, zu trainieren und zu kämpfen“, sagt der Indestädter und fügt hinzu: „Das liegt vor allem an den Leuten im Verein. Wir sind wie eine große Familie.“ Nicht nur zu seinen Trainern, sondern auch zu seinem Trainingspartner Ben Ihrlich hat er ein gutes Verhältnis. „Ben ist für mich fast so wie ein Bruder“, sagt Pütz.

Doch der 15-Jährige, der nach der Schule eine Ausbildung bei der Polizei beginnen möchte, erhält nicht nur positive Rückmeldungen. „Es gibt auch Klassenkameraden, die neidisch sind, weil ich vor den Sommerferien für einen Lehrgang von der Schule freigestellt worden bin. Die meinen dann, das wäre wie ein Urlaub, das ist aber nicht so.“

Von Neidern lässt sich das Nachwuchstalent nicht beeinflussen. Er ist stolz auf seine Leistung. In seinem Zimmer gibt es zahlreiche Pokale und Urkunden. Seine größten Erfolge habe er auch an die Wand gehängt, sagt Pütz. Dazu zählen Medaillen von der niederländischen Meisterschaft sowie der westdeutschen Meisterschaft. Dort holte er in seiner Altersklasse den 1. Platz.

Jonas Pütz kann sich ein Leben ohne Judo nicht mehr vorstellen. „Man muss belastbar sein, Ausdauer und Kampfgeist haben und sich quälen können“, meint der Schüler, der einen großen Wunsch hat: Er möchte, dass dieser Sportart mehr Aufmerksamkeit geschenkt wird.

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