Eschweiler - Talbahnhof: Der steinige Weg zum Winner

Talbahnhof: Der steinige Weg zum Winner

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Er hat Aufstieg vom Tellerwäscher zum Geschirrspüler geschafft: Der Kabarettist Frank Sauer. Davon erzählen wird er bald auf der Bühne im Eschweiler Talbahnhof. Foto: Axel Schulten

Eschweiler. Frank Sauer hat‘s tatsächlich geschafft: Er ist aufgestiegen „Vom Tellerwäscher zum Geschirrspüler“. Am Donnerstag, 5. Juni, steht der Kabarettist mit seinem neuen Programm gleichen Namens auf der Bühne im Eschweiler Talbahnhof.

Worum es geht? Erfolg haben, das wünscht sich wohl jeder. Oben sein. Dort, wo man auf die da unten runtergucken kann. Dort, wo Glück, Geld un Zufriedenheit warten. Andere müssen dazu auf den Friedhof gehen. Echte Winner, das sind Menschen, die haben ihr Ziel erreicht, den Büffel erlegt, die Kuh gemolken.

Einen Jaguar in der Garage stehen zu haben ist selbstverständlich Pflicht eines Winners, ebenso wie die Ehefrau in Pelz zu kleiden und als kleines, bescheidenes Extra gibt es natürlich die schöne Freundin in Lugano. In deren Kamin knistert nicht Mahagoni, sondern Stradivari – völlig klar.

Aber zum Glück wird es ja immer leichter. Früher musste man noch gekreuzigt werden, um Superstar zu werden, heute reicht es, wenn man beim Casting zu Sing-, Model- oder anderen Talentshows unfallfrei „Hi, schbinda Kevvin“ sagen kann. Oder „Hi, schbinda Schakeline.“ Und dann geht es kontinuierlich und ohne Hürden weiter nach oben, und dabei wird bloß kein Brett vor den Mund genommen.

Denn einem großen Maul schenkt man auch den Gaul. So ist das nunmal.

Frank Sauer, der wandelnde Ratgeber, weiß um die Zutaten eines echten, spritzigen und schmackhaften Erfolgs-Cocktails.

Denn immerhin: Wer auf einer Bühne steht, hat es zumindest mal 60 Zentimeter nach oben geschafft. Doch Vorsicht: Wer immer im Mittelpunkt steht, steht meistens im Weg. Und wie schnell kann es dann gehen, dass man sich plötzlich mit dem Gerichtsvollzieher duzt. Heute noch Gipfelstürmer, morgen schon Absteiger, Pechvogel, Flirtline-User.

Frank Sauer, der Mann mit der „Topless Design“-Frisur, hat mal wieder ein kabarettistisches Programm ausgebrodelt, das mit unbändigem Witz, unschlagbarem Charme und selten gewordener Intelligenz in die Bresche prescht zwischen „oben“ und „unten“: Ein Programm über das Leben der Erfolgreichen und Schönen, aber auch über uns Menschen – und nicht zuletzt über sich selbst.

Schon in der Schule in Berlin hatte Sauer Spaß an spontanen Auftritten und begeisterte seine Klassenkameraden schon zu Grundschulzeiten.maul überzeugen. Zwischen 1991 und 2004 gehörte Sauer zu

dem Kabarett-Duo „Nestbeschmutzer“. Mit seinem Partner gewann er 1994 den Kleinkunstpreis Baden-Württemberg, im Jahr 1999 die St.Ingberter Pfanne und nur ein Jahr später der Lüdenscheider Kleinkunstpreis. Auch sein erstes Solo-Programm „Stocksauer“ ist preisgekrönt.

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