Eschweiler - Talbahnhof-Debüt: René Oschmann liefert grandiose Show

Talbahnhof-Debüt: René Oschmann liefert grandiose Show

Von: vr
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„Panikpräsidenten“: Bei ihnen ist wieder alles klar (auf der Andrea Doria): René Oschmann und die seine „Panikpräsidenten“ aus Düren bestachen mit einer verblüffend Original getreuen Lindenberg-Show im Talbahnhof. Foto: Volker Rüttgers

Eschweiler. Fast wäre die Illusion perfekt gewesen, wenn nicht der Fauxpas zum Schluss des Konzerts passiert wäre: Walter Danz´ Spirituosen-Schrank hatte keinen Eierlikör im Petto, so dass der Mann mit Sonnenbrille und Hut auf einen Cognac zurück greifen musste und auf ein gelungenes Talbahnhof-Debüt anstoßen konnte.

René Oschmann hatte zwei Stunden lang Eschweilers Kleinkunstbühne mit seinen „Panikpräsidenten“ derart gerockt, dass die „Nachtigall aus Gronau“ seine Freude gehabt hätte.

Wie Udos langvermisster Zwilling

Analog zu Lindenbergs Tourneeshows startete der Abend mit der Dürener Coverband mit dem krachenden Opener „Odysee“ und ließ eine Auswahl der größten Hits des Panikorchesters erklingen. „Boogie Woogie Mädchen“, „Cello“, „Ich lieb´ dich überhaupt nicht mehr“ und natürlich „Hinter dem Horizont“, das Repertoire der „Panikpräsidenten“ erschöpfte sich in allen Lindenberg´schen Hits der vergangenen vier Jahrzehnte. Dabei tanzt, lallt und wirbelt Frontmann René Oschmann das Mikrophon auf der Bühne, als sei er der vermisste Zwillingsbruder des deutschen Rockveteranen.

Band in Hochform – meistens

Unterstützt von einer wunderbar harmonierenden Band mit Drummer Willy Rövenich und Bassist Kaya Erden im musikalischen Maschinenraum sowie Thomas Busch an den Keyboards, gelang es der Formation tatsächlich, den typischen Rocksound des Panikorchesters zu transportieren. Vor allem bei den schnelleren Songs à la „Honky Tonky Show“ und „Sonderzug“ lief die Band zur Hochform auf, bei den Balladen fehlte ihr zuweilen allerdings das richtige Feeling. Mit rockigen Riffs dominierte Gitarrist Volker Pütz die Klangwelt am Samstagabend im Talbahnhof, Background-Sängerin Susan Wainwright komplettierte die Formation gut, stieß jedoch gerade in den Duetten mit René Oschmann („Gegen die Strömung“, „Hinter dem Horizont“) an ihre gesanglichen Grenzen.

Dennoch gelang den „Panikpräsidenten“ eine Show, die schon Lindenberg-Bassist Steffi Stephan während der Dürener Jazztage derart gefallen hat, dass er im Mai wieder gemeinsam mit ihnen auf der Bühne stehen wird. Und zwar in Udos Wohnzimmer, in Hamburg zum Hafengeburtstag auf einem Segelschiff.

Nein, nicht die „Andrea Doria“, sondern die „Gulden Leeuw“.

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