Eschweiler-Bergrath - Tagesmütter: Ein Dankeschön für die unverzichtbare Arbeit

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Tagesmütter: Ein Dankeschön für die unverzichtbare Arbeit

Von: ran
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Immer „gut drauf“: Die „Vogelkinder“ haben in der Bergrather Kinder-Großtagespflege täglich jede Menge Spaß. Foto: Andreas Röchter

Eschweiler-Bergrath. Christiane Vogel, Christiane Müller und Sandra Adoch müssen ihre Augen ziemlich oft überall haben. Zumindest von montags bis freitags zwischen 7.30 Uhr und 16 Uhr: In dieser Zeit betreuen sie nämlich neun Kleinkinder im Alter von einem Jahr bis drei Jahre. Die drei Frauen tun dies als Tagesmütter in der Kindertagespflege „Vogelkinder“ in Bergrath.

Und gehören damit zu der großen Gruppe von 350 Menschen, die derzeit in Eschweiler als pädagogische Fachkräfte in Kindertageseinrichtungen tätig sind.

Diesen zahlreichen Frauen und weit weniger zahlreichen Männern zu danken und auf ihre für die Gesellschaft unverzichtbare Arbeit hinzuweisen, ist Sinn und Zweck des im Jahr 2012 erstmals ins Leben gerufenen und seitdem jährlich am Montag nach Muttertag stattfindenden „Tags der Kinderbetreuung“.

Neben den „Vogelkindern“ und deren Betreuerinnen in Bergrath statteten Bürgermeister Rudi Bertram, Kämmerer Stefan Kaever, Jugendamtsleiter Jürgen Termath, dessen Mitarbeiter Olaf Tümmeler sowie René Costantini, Pressesprecher der Stadt, stellvertretend für alle Kindertagesstätten und Tagespflegeeinrichtungen auch dem BKJ Familienzentrum Stadtmitte in der Jahnstraße einen Besuch ab.

„Wir möchten dazu beitragen, der außerfamiliären Kinderbetreuung in Deutschland den Stellenwert zu verleihen, der ihr zusteht“, betonte Rudi Bertram zu Beginn der Visite bei den „Vogelkindern“. Die Indestadt wachse und die Verwaltung erhalte keinesfalls Hinweise, dass sich die Zahl der Kinder in naher Zukunft verringere. „Zum Glück ist das Gegenteil der Fall. Und unser Signal lautet: Wir haben Angebote für die Eltern“, so der Bürgermeister.

Eines dieser Angebote stellen Kinderpflegerin Christiane Müller sowie die beiden Quereinsteigerinnen Sandra Adoch und Christiane Vogel, die zuvor als Apothekerin arbeitete, zur Verfügung. „Um nach einem guten Jahr Elternzeit im Mai 2009 wieder in meinen ursprünglich erlernten Beruf zurückkehren zu können, begab ich mich selbst auf die letztlich erfolgreiche Suche nach einer Tagesmutter für meine beiden Töchter.

Dabei bemerkte ich schnell, dass dies der Weg war, den auch ich gehen möchte“, blickt Christiane Vogel zurück. Im Februar 2010 startete die insgesamt 160 Stunden umfassende Qualifizierung, die sie im Mai des gleichen Jahres mit Zertifikat und gemeinsam mit Christiane Müller erfolgreich abschloss. Drei Jahre später stieß Sandra Adoch, deren Sohn Tageskind bei Christiane Vogel und Christiane Müller war, zum bisherigen Duo hinzu.

Das Betreuerinnen-Trio der „Vogelkinder“ war komplett. „Von großem Vorteil für die Eltern unserer Tageskinder sind die wenigen Schließtage. So bieten wir während der gesamten Sommerferien Betreuung an. Lediglich in den Weihnachtsferien ist dies nicht der Fall“, lässt Christiane Vogel wissen. Die Betreuungsstundenzahl der Schützlinge, die auch im Alter von nur wenigen Monaten zu den Vogelkindern stoßen können, beträgt mindestens 30 Stunden pro Woche.

In das Haus an der Kopfstraße, das über einen großen Spielraum samt Schlafgelegenheiten verfügt, kommt mit Andrea Katzenburg einmal pro Woche auch eine Musikpädagogin zur frühkindlichen Musikerziehung. „Überhaupt wird bei uns viel gesungen“, unterstreicht die Tagesmutter, die diesen Part übernimmt, während Sandra Adoch und Christiane Müller eher für das Basteln verantwortlich zeichnen.

„Als Gesamtpaket verfügen wir in Eschweiler und womöglich auch in der Städteregion über ein Alleinstellungsmerkmal“, ergänzt Christiane Müller, die überzeugt ist, dass die „Vogelkinder“ auch für die Zukunft gut aufgestellt sind. Zumal im Jahr 2015 Fördermittel des Bundes und des Landes in Höhe von 31.570 Euro flossen, die für den Um- und Ausbau der Räume sowie der Außenanlage genutzt wurden.

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