Eschweiler - Tagesfahrt: Geschichtsverein besucht Duisburger Hafen

Tagesfahrt: Geschichtsverein besucht Duisburger Hafen

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Eschweiler. Zu einer Tagesfahrt zum Duisburger-Hafen lädt der Eschweiler Geschichtsverein für Samstag, 4. März, ein. Die Leitung übernimmt Wolfgang Schmidt. Treffpunkt zur Abfahrt ist um 9.15 Uhr das City-Haus, Peter-Paul-Straße 1. Anmeldungen sollten bitte bis 10. Februar unter Telefon 22393 erfolgen.

In Duisburg siedelten bereits die Römer und im frühen Mittelalter die Franken. Als Königspfalz war der Ort ein wichtiger Handelsplatz am Niederrhein, der später der Hanse angehörte und nach Köln die früheste Universität des Rheinlandes besaß. Einer seiner bedeutendsten Gelehrten im 16. Jahrhunderts war Gerhard Mercator. Mit seiner Herausgabe des 1. Atlasses überhaupt wurde er als Kartograph und Globenbauer weltbekannt.

1818 verlor Duisburg durch die Preußen seine Universität an Bonn; inzwischen ist sie aber als Gesamtuniversität Duisburg-Essen wiedererstanden. Im Zuge der Frühindustrialisierung erfuhr die Rhein-Ruhrmetropole einen gewaltigen Aufstieg durch Gründung zahlreicher Fabrik- und Chemiewerke, Eisen- und Kupferhütten, Tabakwerke, Handelsunternehmen wie Haniel, Schiffsreedereien und vieles mehr.

Von Duisburg ging der Impuls aus für ein „Chemical Valley“, das sich heute flussaufwärts über Krefeld, Dormagen, Köln bis nach Leverkusen erstreckt. Parallel zu dieser Achse gründeten sich dann große Getreidemühlen und Brotfabriken, was Duisburg den Titel „Brotkorb des Ruhrgebiets“ einbrachte. Wie Duisburg in den letzten Jahren sein rein industrieorientiertes Gesicht hin zu einer Kulturmetropole veränderte, dafür stehen exemplarisch die Küppersmühle und das Haniel-Museum, die beiden Ziele unserer Fahrt.

Während zwanzig Jahren wandelte sich die Getreidemühle „vom Korn zur Kunst“. Aus einer Sammlung von Schlüsselwerken deutscher Nachkriegsmalerei, u.a. von Beuys bis Immendorf, von Anselm Kiefer bis Gerhard Richter, lernen die Teilnehmer eine kleine Auswahl bedeutender Werke kennen.

Um 14.15 Uhr geht es dann weiter nach Duisburg-Ruhrort. Als Extra-Bonbon gelang es dem Geschichtsverein, eine zweistündige Sonderführung durch das Museum der Haniels zu bekommen, einer Duisburger Unternehmerfamilie, die seit 260 Jahren vor Ort existiert und die Industrie- und Handelsgeschichte des Ruhrgebiets wie niemand anders verkörpert.

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