„Tag des Tischlers”: Ein Beruf mit Kopf und Hand

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Letzter Feinschliff: Am „Tag des Tischlers” präsentiert Dieter Cremer in seiner Designwerkstatt spannende Einblicke in sein Handwerk. Foto: Stefan Herrmann

Eschweiler. Die Welt hat viel mehr zu bieten als Fertigbau-Möbel und Ikea-Regale. „Wobei ich anmerken muss, dass gerade Ikea sehr gute Designer hat”, sagt Ernst Cremer. Er muss es wissen. Schließlich ist der Tischler und studierte Industriedesigner ein Meister seines Faches,

Für internationale Firmen ist er ebenso tätig wie für Kunden aus der Nachbarschaft seiner Hehlrather Designwerkstatt an der Spessartstraße. Nach 2004 und 2007 nimmt Cremer zum dritten Mal am „Tag des Tischlers” teil, einer bundesweiten Aktion, bei der Werkstätten und Firmen wie die von Cremer ihre Pforten für alle Interessierten öffnen.

An zwei Tagen gibt Cremer Einblicke in sein Handwerk, das oftmals vielmehr einer Kunst gleicht. „Entwurf und Fertigung zweckmäßiger und unüblicher Möbel” steht auf dem Schild am Eingang. Eine treffende Beschreibung dessen, was Cremer und seine Mitarbeiter machen - sei es die Restauration eines alten Vertikos, das Design eines ungewöhnlichen Glasdaches oder außergewöhnliche Stühle, die in Zusammenarbeit mit dem renommierten Möbeldesigner Borek Sipek entstanden sind.

„Was ich zeichnen kann, das kann ich auch bauen”, benennt Cremer das Motto seines Betriebes. Besucher können (Möbel-) Objekte außerhalb der Norm entdecken: Elegant, raffiniert und formvollendet. Hinzu verrät der Experte einige interessante Tipps und Tricks aus seinem Handwerk. Auch ein Film über den Hingucker des letzten Tischler-Tages - ein aus dünnen Stahlseilen und Glocken gefertigter sechs Meter hoher Hase, der unter anderem im KaDeWe in Berlin stand - wird gezeigt.

Ob junge Menschen, die sich für den Beruf des Tischlers oder Designers interessieren, oder Freunde einzigartiger Möbelkunst - alle sind herzlich willkommen. „Tischler ist ein Beruf mit Kopf und Hand”, sagt Cremer. „Möchte man ihn ernsthaft betreiben, dann muss man dafür brennen.”

Am Freitag bekommen die Ausstellungsstücke noch den letzten Feinschliff. „Und wir fegen auch einmal durch”, sagt Cremer mit einem Schmunzeln. Denn so heißt es zwar, wo gehobelt wird, da fallen Späne, aber zum „Tag des Tischlers” soll dann doch alles blitzeblank sein.
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