Tag des Sportabzeichens: Allroundtalente sind gefragt

Von: ran
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Ein Sportereignis für Jung un
Ein Sportereignis für Jung und Alt, Klein und Groß: der „Tag des Leistungssportabzeichens” im Waldstadion. Foto: Andreas Röchter

Eschweiler. Laufen, springen, stoßen, werfen - und zum Abschluss einige (möglichst) schnelle Bahnen im Schwimmbecken. Sportliche Vielseitigkeit war am Samstagvormittag beim „3. Tag des Sportabzeichens” angesagt.

Die LSG, der SV Germania Dürwiß sowie die Wasserfreunde Delphin Eschweiler luden zunächst in das Waldstadion und anschließend in die Jahnhalle ein, wo sich Athleten der unterschiedlichsten Alters- und Leistungsklassen das Ehrenzeichen verdienen konnten. Die Bandbreite der Bewerber war dabei groß. So gingen sowohl junge Sportler zum wiederholten Mal als auch „ältere Semester” erstmals an den Start.

„Beim Sportabzeichen sind keine Spezialisten, sondern Allrounder, also Mehrkämpfer gefragt”, betont Karl Biernat. Wobei viele Wege zum Ziel führen. Insgesamt fünf Disziplinen muss jeder Sportler erfolgreich absolvieren. „Schwimmen gehört immer dazu. Die Disziplinen Sprung und Stoß können jedoch zum Beispiel durch Turnen ersetzt werden”, erklärt der Übungsleiter der LSG.

Eine Herausforderung stellen die Anforderungen jedoch für (fast) jeden Bewerber dar. „Es gibt eigentlich immer eine Disziplin, die dem Sportler nicht wirklich liegt und bei der er ganz schön beißen muss”, spricht Jürgen Hagel, Vorsitzender von Germania Dürwiß, auch aus eigener Erfahrung.

In dieses Lied konnten am Samstagvormittag zahlreiche Sportler einstimmen. So auch Klaus Gorgels, der als Langstreckler für die Leichtathleten von Germania Dürwiß an den Start geht, in Sachen Sportabzeichen aber erstmals seine Sportschuhe schnürte. „Bisher hat immer irgendwie die Zeit gefehlt”, begründet er die bisherige Abstinenz. Die von ihm geforderte Zeit von 16 Minuten über 3000 Meter stellte den 43-Jährigen kaum vor Probleme. Doch vor dem Weitsprung gab es bei ihm durchaus Bedenken. „4,20 Meter sind kein Pappenstil”, so seine Einschätzung vor dem letztlich erfolgreichen Sprung.

Bereits zum dritten Mal nahm die zehnjährige Mila Zeien das „Deutsche Sportabzeichen” ins Visier. Für die Leichtathletin der LSG also beinahe Alltag. Gleich ihre gesamte Familie hatte die achtjährige Sarah im Schlepptau, nämlich ihre Eltern Claudia Morak und Hans-Dietmar Ullrich sowie die jüngere Schwester Julia. „Sarah ist von ihrer Lehrerin an der Katholischen Grundschule Dürwiß animiert worden, das Sportabzeichen abzulegen. Und sie hat darauf bestanden, dass die Familie mitzieht”, schmunzelt der Papa als Sportabzeichen-Neuling, bevor er den Startblock für seinen Kurzsprint richtet.

Die Belohnung für ihre Mühen holen sich die Athleten im kommenden Frühjahr ab. Dann werden die Sportabzeichen im Rahmen einer von der Raiffeisen-Bank Eschweiler initiierten Feierstunde in der Realschule Patternhof verliehen.

Und Karl Biernat verspricht, einmal mehr für ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm zu sorgen. „Ich bin zuversichtlich, auch wieder einen bekannten Sportler in die Indestadt locken zu können”, blickt er nach vorne.

Nachdem im vergangenen Jahr die Traummarke von 1000 abgelegten Sportabzeichen erstmals geknackt werden konnte, streben alle Beteiligten natürlich die Wiederholung dieses Ergebnisses an. „Wichtig ist aber vor allem, dass der Begriff ´Sportabzeichen´ in Eschweiler inzwischen fest etabliert ist”, so Jürgen Hagel. Eine Behauptung, die am Samstag einmal mehr ihre Bestätigung fand.
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