Eschweiler - Tag des Karnevals: Röher Duo erobert die Herzen im Sturm

Tag des Karnevals: Röher Duo erobert die Herzen im Sturm

Von: Irmgard Röhseler
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Zwei Sympathieträger: Die designierte Tollität René Schönenborn (links) und der künftige Zeremoniemeister Daniel (Asara) freuen sich, ihren Traum zu leben. Foto: I. Röhseler
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Für ein buntes Bühnebild sorgten traditionsgemäß die Standartengruppen der Karnevalsgesellschaften. Musikalisch begleitet wurden sie vom Trommler- und Pfeiferkorps Röhe.
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Tanzten für ihr Prinzenduo: Carolina Jakob und Nico Breuer.
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Immer dabei: die Gressenicher Blasmusikanten.
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„Prinz enn menger Stadt“: Der Prinzen-Panik-Chor intonierte das erste eigene Eischwiele Leedche.

Eschweiler. Was für ein närrischer Einstand: Bei strahlendem Sonnenschein feierte die Eschweiler Fastelovendsfamilie am Sonntag ausgelassen den Tag des Karnevals. Gut bei Stimme waren nicht nur die Akteure auf der Bühne, sondern auch die vielen Gäste, die ganz nach dem Motto „Träck met Hand in Hand durchs Indeland“ ein zweistündiges Programm erlebten, das allererste Sahne war.

Für zwei abwechslungsreiche Stunden sorgten schmucke Mariechen, „staatse“ Tanzoffiziere, die schönsten Ex-Prinzen und Zeremonienmeister, die das Universum zu bieten hat, fantastische Musiker und Sänger und natürlich der designierte Prinz René (Schönenborn) und sein künftiger Zeremonienmeister Daniel (Asara), die ihren ersten öffentlichen Auftritt hatten und sich ihrem närrischen Volk mit Bravour vorstellten.

Adelige Weltpremiere

Und es gab eine Weltpremiere: Der Prinzen-Panik-Chor, kurz PPC, verwies mit lieblichen Stimmen das übliche „Eemol Prinz zo senn in Kölle am Rhing“ auf „Platz 2“. Denn ab sofort hat die närrische Indestadt ihren eigenen Ohrwurm, der aus der Feder von Christian Leuchter stammt. Die Ex-Prinzen intonierten das Stück, das „Prinz enn menger Stadt“ heißt und für echtes Gänsehautfeeling sorgte.

Rückblende: Traditionsgemäß hatte sich die Eischwiele Karnevalsfamilie am Talbahnhof getroffen, um bei klingendem Spiel des Trommler- und Pfeiferkorps‘ Röhe und in Begleitung der Spielfreunde Nothberg, des Fanfarenkorps‘ Würm, der Gressenicher Blasmusikanten und der bunten Standartengruppe durch die City zur Sparkassenbühne zu ziehen.

Vorneweg ein bestens gelauntes Karnevalskomitee mit seinem Präsidenten Norbert Weiland, der geradezu glückselig um Punkt 11.11 Uhr auf die Bühne tanzte und die vielen Jecken begrüßte. Und dann ging es Tusch für Tusch hinein ins Vergnügen: Lena Schmalbrock, Kindertanzmariechen der KG Onjekauchde Röhe, machte ihre Aufwartung und tanzte sich gleich in die Herzen des Publikums.

Auch Bürgermeister Rudi Bertram ließ es sich nicht nehmen, die närrische Bühne zu erklimmen, um dem Komitee und den Vereinen für all das zu danken, was sie mit ihren Veranstaltungen bewirken. „Der Karneval wird hier wirklich gelebt und es ist schon einzigartig, was ihr immer wieder auf die Beine stellt. Gerade in dieser Zeit brauchen wir auch nochmal etwas anderes als ernste Themen!“

Sein Dank richtete sich auch an den scheidenden Prinzen Thomas (Weiland) und dessen Zeremonienmeister Harald (Weiland). Gemeinsam mit Komiteepräsident Norbert Weiland bedankte er sich mit einem Bützchen und Blömcher bei Steffi Kämmerling, die die Idee für das Sessionsmotto „Träck met Hand in Hand durchs Indeland“ hatte. Zu guter Letzt kam er Jakob Bündgens Wunsch nach, alle Besucher zur Sonderausstellung des Karnevalsmuseums einzuladen. „Allerdings würde ich gerne mal sehen, was er sagt, wenn sie alle auf einmal dorthin gehen“, grinste der Bürgermeister schelmisch.

Und schon standen die nächsten Tänzer in den Startlöchern: Das Lustige Reserve-Tanzpaar Nadine Hüpgen und Kevin Schleip wirbelten über die Bretter und und präsentierten eine fantastische Choreographie, die das närrische Volk zu wahren Begeisterungsstürmen hinriss.

„Werp dr Reem op de Orjel, Arno!“ tönte Norbert Weiland ins Mikro und forderte die Gressenicher Blasmusikanten auf, das närrische Publikum musikalisch in Wallung zu bringen. Denn die große Verabschiedung des scheidenden Prinzenduos stand auf der „Tagesordnung“.

Tollität Thomas (Weiland) und Zeremonienmeister Harald (Weiland) schmetterten noch einmal ein kräftiges „Eischwiele Alaaf“, bedankten sich mit rührenden Worten bei ihren Untertanen und baten das Volk, das neue Duo genauso mit viel Herzblut, Seele und Gefühl durch die Session zu tragen, wie sie es selbsterfahren haben. Der Komiteepräsident packte den grauen Zylinder aus, setzte ihn seinem Sohnemann aufs Haupt und wünschte „viel Spaß mit der Ex-Prinzen-Familie“.

Wenn am Himmel die Sterne tanzen, spätestens dann stehen Puddelrüh auf der Bühne. Die Eschweiler Mundartband hatte auch gleich das Mottolied „Träck met Hand in Hand durchs Indeland“ im Repertoire. Es folgte der anmutige Tanz des Onjekauchde-Kindertanzpaares. Carolina Jakob und Nico Breuer verzauberten ihr Publikum geradezu. Genauso die Original Eschweiler, die bei einem Schlagermedley nach Mendecino fuhren und Samba tanzten.

Die tolle Truppe sorgte für die richtige Stimmung, ehe das designierte Prinzenpaar die Bühne eroberte. „Ich darf euch beiden jetzt und hier eine Zeit versprechen, die ihr nie mehr vergessen werdet“, begrüßte der Komiteepräsident René als künftige Tollität und Daniel als künftigen Zeremonienmeister. „Kein Dichter kann das beschreiben, was ihr erleben werdet!“ Das sympathische Paar strahlte, und der künftige Narrenherrscher meinte: „Unser Traum ist wahr geworden, wir können es kaum erwarten. Wir freuen uns auf euch on dat herrliche Wetter nemme mer met bis Ruusemondaach.“

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