Eschweiler - Tag der offenen Tür: Heuschrecken und Roboter in den Klassen

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Tag der offenen Tür: Heuschrecken und Roboter in den Klassen

Von: vr
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„Keine Angst, die beißt nicht“: Beim Bio-Probeunterricht durften die kleinen Besucher der Waldschule mit Stabheuschrecken auf Tuchfühlung gehen. Foto: Volker Rüttgers

Eschweiler. Mit der Laubsäge kleine Kunstwerke bearbeiten, den Bunsenbrenner für das chemische Experiment anheizen, dann eine Runde Basketball auf dem Pausenhof, bevor Französisch gesprochen wird, ein Besuch in der Bibliothek und auf Tuchfühlung gehen mit Robotern und Stabheuschrecken – ganz schön abwechslungsreich, so ein Schülerleben.

Vor allem, wenn das Angebot so vielfältig ist wie in der Städtischen Gesamtschule am Stadtwald, die am Samstag zum „Tag der offenen Tür“ interessierten Eltern und Schülern einen Blick in den Schulalltag gewährte.

„Jeden Einzelnen fördern“

„Wir möchten hier jeden Einzelnen entsprechend seiner Begabung fordern und fördern.“ Schulleiter Joachim Herzog brachte das erfolgreiche pädagogische Konzept für die etwa 1000 Schüler umfassende Waldschule auf den Punkt.

Während technisch interessierte Schüler sich im Ergänzungsfach Robotik mit der Programmierung von Robotern befassen, lernen andere Schüler im Fach Pädagogik den Umgang mit einem Baby, simuliert durch lebensechte Puppen, die gefüttert, gewickelt und ab und zu auch schon einmal in den Arm genommen werden wollen, und das natürlich rund um die Uhr. Hauswirtschaft, Textilgestaltung und Kunst, die Schüler der Waldschule können ihre Talente bei unzähligen Wahlfächern und AGs weiter entwickeln oder auch erst einmal in Ruhe entdecken.

Berufspraktika sind fester Bestandteil des Lehrplans, aber auch Zusatzqualifikationen wie die zweijährige, zertifizierte Ausbildung zum Sporthelfer, der Streitschlichter-Lehrgang und die Tätigkeit als Schul-Sanitäter geben den Waldschul-Schülern weit mehr für ihr Leben neben und nach der Schule mit, als der klassische Lehrplan vermuten lässt.

Gemeinsam mit seinem etwa 100-köpfigen Kollegium aus Lehrern, Sonder- und Sozialpädagogen hatte Schulleiter Joachim Herzog am Samstag entsprechend viele Fragen zu beantworten und ließ jeden gerne die neugierige Nase in Probeunterrichte, AGs und Workshops stecken, schließlich sollen die neun Schuljahre – in der Städtischen Gesamtschule gibt es kein G8 – nicht nur lehrreich sein, sondern vor allem eines bringen, den Spaß am gemeinsamen Lernen und der individuellen Weiterentwicklung.

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