Tag der offenen Tür bei der „Schule ohne Rassismus”

Von: abd
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Führten auf dem „Tag der offenen Tür” begeistert ein englisches Theaterstück vor: Die Fünftklässler der Hauptschule Dürwiß. Foto: André Daun

Eschweiler. Die Unterrichtsmethoden einer Schule kennen lernen - das ist der wichtigste Zweck, wenn zu einem „Tag der offenen Tür” in eine Bildungseinrichtung eingeladen wird. In der Gemeinschaftshauptschule (GHS) Eschweiler-Dürwiß stand das am Samstag natürlich auch im Mittelpunkt.

Aber zugleich gelang es den Schülern, Lehrern und auch den Eltern, deutlich zu machen, dass diese Schule etwas Besonderes ist - und Vorurteile über Hauptschulen nicht zutreffen müssen.

Das Lehrerkollegium um Schulleiter Leo Rott hatte auch in diesem Jahr ein klares Konzept für den Tag der offenen Tür der GHS: Es sollte vor allem der normale Unterrichtsablauf, der Alltag der Hauptschule gezeigt werden. Aus diesem Grund lief für alle Schüler der Unterricht am Samstag nach dem ganz normalen Stundenplan vom Donnerstag ab.

So hatten alle Interessierten, ob Eltern, Großeltern oder Geschwister der Schüler und natürlich auch die Grundschüler der vierten Schuljahre, die Möglichkeit, in jedes Fach hineinzuschauen und zuzuhören.

Gezeigt wurde dabei aber auch, wie innovativ diese Schule ist. Schon am Eingang erwartet die Schüler und Besucher das Schild „Schule ohne Rassismus”. Auf diesen Titel ist man in der Schule stolz. Auch die Vermeidung von Gewalt wird an der Hauptschule groß geschrieben.


Kleine Änderungen haben manchmal große Wirkung. Seit Anfang dieses Schuljahres gilt ein neuer Raumplan. Neuerdings kommen die Schüler jeweils zum Lehrer, nicht mehr die Lehrer zu den Schülern. So bleibt starke Raumverschmutzung aus. Außerdem haben die Schüler dadurch etwas Bewegung in den Fünf-Minuten-Pausen. Toilettenpläne bewirken mehr Sauberkeit in den sanitären Anlagen.

Praktische Fächer sorgen für Motivation unter den Schülern: Haushaltswissenschaften, Technikunterricht und Mechanik macht den Mädchen und Jungen besonders viel Spaß.

Erwähnenswert ist hierbei auch wöchentlicher Unterricht außerhalb des Schulgeländes. Bei RWE Power schweißen und werkeln die Zehntklässler zwei Stunden in der Woche in den Werkshallen. Kunstprojekte und Projektwochen sind ebenfalls sehr beliebt.

Einiges gab es beim Tag der offnen Tür aber doch, was aus dem Rahmen des normalen Unterrichts heraus fiel. Ein Höhepunkt war der Auftritt von zahlreichen Fünftklässlern mit einem Theaterprojekt.

In der Volkshochschule Aachen haben die Kinder bei einer schottischen Lehrerin englischen Theaterunterricht genossen. „Nach einem halben Jahr Englischunterricht war das schon eine große Herausforderung”, kommentierte eine Lehrkraft. Bei ihrer Vorführung ließen sich die Schüler und Schülerinnen von ihrem Lampenfieber nichts anmerken. Gemeinsam führten sie Geschichten aus dem Wilden Westen und das Märchen „Aschenputtel” auf.
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