Tag der Fanfarentrompeter: Werden mehr als 36.000 Lose verkauft?

Von: Sonja Essers
Letzte Aktualisierung:
14471459.jpg
Der 8. Tag der Fanfarentrompeter steht vor der Türe. Am 8. Juli wird auf dem Marktplatz wieder Musik für einen guten Zweck gemacht. Die Verantwortlichen freuen sich darauf bereits. Foto: Sonja Essers
14471456.jpg
Das große Finale vor vier Jahren unter Leitung von Dieter Kaltenbach, der diese Aufgabe auch in diesem Jahr wieder übernimmt. Foto: Patrick Nowicki

Eschweiler. Alle vier Jahre findet in der Indestadt ein Ereignis statt, das es auf diese Weise in ganz Deutschland wohl kaum ein zweites Mal gibt: der Tag der Fanfarentrompeter. Am 8. Juli ist es wieder soweit: Dann zeigen zahlreiche Musiker auf dem Marktplatz ihr Können.

Und damit nicht genug. Der Erlös aus dem dazugehörigen Losverkauf wird an den Förderverein Regionaler Onkologischer Schwerpunkt Eschweiler gespendet. Zur Auftaktveranstaltung, die musikalisch von den Evergreen Trumpets untermalt wurde, traf man sich in der Sparkassenfiliale an der Marienstraße.

Mit von der Partie waren nicht nur die Verantwortlichen, sondern auch Vertreter aus den Musikkorps. Sie blieben an diesem Abend allerdings stumm. Schließlich wird ihr großer Auftritt erst in gut zwei Monaten anstehen.

Dafür erfuhren die Gäste jedoch allerhand darüber, was von dem Verkauf der insgesamt 36000 Lose angeschafft werden soll, wie Privatdozent Dr. Peter Staib, Chefarzt der Klinik für Hämatologie und Onkologie am St.-Antonius-Hospital, berichtete.

Mittlerweile könnte etliche Therapien auch ambulant durchgeführt werden. Das habe jedoch einen Nachteil. Viele Patienten würden zwischen sechs bis acht Stunden „am Tropf hängen”. „Da entsteht natürlich auch Langeweile. Deshalb ist der Wunsch unserer Patienten ein Entertainment-Programm”, so Staib. Mit Musik, Videos und Filmen sollen sie sich künftig die Zeit vertreiben können.

Zudem soll das Telemikroskopiesystem, das vom Erlös der vorigen Veranstaltung angeschafft werden konnte, modernisiert werden. Über dieses Gerät sind Staib und seine Mitarbeiter mit anderen Laboren vernetzt und können sich mit ihnen beispielsweise über Untersuchungsergebnisse austauschen.

„In vielen Fällen können Therapien dann früher starten und das ist gut, denn bei manchen Erkrankungen kommt es wirklich auf jeden Tag an”, so Staib. Was ihn besonders freut: „In Eschweiler gibt es ein extrem hohes soziales Engagement, sich für das Krankenhaus, für die Patienten und für die Onkologie zu engagieren.”

Diese Erfahrung hat auch Elmar Wagenbach, Geschäftsführender Vorstand des St.-Antonius-Hospitals und Vorsitzender des Fördervereins Regionaler Onkologischer Schwerpunkt Eschweiler, gemacht. „Wir stellen eine große Unterstützung in der Bevölkerung fest und bekommen immer wieder positive Rückmeldungen. Das ist eine Ermutigung, dass wir auf dem richtigen Weg sind.”

Die Aufgabe des Fördervereins sei, von den Spenden Dinge anzuschaffen, die von den Krankenkassen nicht gefördert würden. Neben dem Telemikroskopiesystem konnten unter anderem schon Relaxstühle gekauft werden.

„Das sind Dinge, die den Patienten gut tun”, so Wagenbach. Aus diesem Grund sei es auch in dem Interesse aller, dass so viele Lose wie möglich verkauft werden. Ab sofort können die Lose zum Preis von 50 Cent pro Los im St.-Antonius-Hospital und auch in der Sparkasse erworben werden. Natürlich winken wieder tolle Preise. Die Gewinner werden ausgelost und können sich über Geldpreise von bis zu 1500 Euro freuen.

Dass zahlreiche Lose an die Indestädter gebracht werden, hoffen nicht nur Klaus Wohnaut, Direktor der Privat- und Geschäftskunden der Sparkasse Eschweiler/Stolberg, und Renate Jansen, Geschäftsstellenleiterin der Sparkasse an der Marienstraße.

Auch Bürgermeister Rudi Bertram, der Schirmherr der Veranstaltung ist, freut sich schon auf die bevorstehende Veranstaltung. „Das ist ein Aushängeschild unserer Stadt, das auch in die gesamte Region strahlen wird”, sagte er.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert