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Sylvia Brécko: Der Mann ist doch die „schönste Nebensache“

Von: Vanessa Sack
Letzte Aktualisierung:
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„Liebling, wir müssen reden!“ Sylvia Brécko begeisterte mit ihren neuesten Erkenntnissen zum Thema Mann das Publikum. Foto: Vanessa Sack

Eschweiler. Im Talbahnhof präsentierte Sylvia Brécko die neuesten Erfahrungen aus ihren Erlebnissen mit dem männlichen Geschlecht – „der schönsten Nebensache der Welt“ und sorgte für einen unterhaltsamen Abend mit Wohnzimmer-Atmosphäre. Das Publikum, das mitunter plötzlich selbst auf der Bühne stand, war dazu aufgefordert, sich unterschiedlichsten Beziehungsfragen zu stellen.

Bereits zum vierten Mal war die Kabarettistin im Talbahnhof zu Gast. In ihrem aktuellen Programm „Liebling, wir müssen reden! Reloaded!“ ging sie wieder geschlechterspezifischen Kommunikationsschwierigkeiten und sonstigen Unstimmigkeiten zwischen Mann und Frau auf den Grund.

Als Einleitung für einen amüsanten Abend sang sie ein Lied über den perfekten Mann, der selbst waschen, bügeln und sortieren kann, mit Fantasie Geschenke macht und seinem Schatz weder Gutschein noch Geld schenkt.

„Einen, der mal feucht durchwischt und wenn er dies dann noch nackt tut, ist es auch noch doppelt so gut!“, so Brécko. Mit diesem Song brachte sie das Eis zum Schmelzen und Gelächter erklang. Sofort hatte sie die weiblichen Zuschauer für sich gewonnen. Unter den zahlreichen weiblichen Personen im Publikum fanden sich an diesem Abend auch einige Männer.

„Meine lieben Herren, ist ihnen der Satz ‚Liebling, wir müssen reden!‘ bekannt?“ fragte die Kabarettistin in die Runde. Vom Mann würde so ein Satz wahrscheinlich nie kommen und falls doch, dann gelte für die Frau „Alarmstufe Eins“.

„Was hat er denn, der Mann? Wir wollen uns doch nur austauschen!“, klagte die Kabarettistin.

Sätze wie „Was gibt es heute Abend zum Essen?“ oder „Da habe ich nicht drüber nachgedacht“ brachten dagegen das weibliche Publikum sprichwörtlich zur Weißglut. Schließlich kam Brécko zur unseligsten aller Fragen, die Frauen an ihre Männer stellen: „Liebling, woran denkst du gerade?“ Kaum ausgesprochen, brach großes Gelächter im Talbahnhof aus. Diese Frage ist nicht nur jedem Mann bekannt, diese Frage mag auch kein Mann. Wenn es möglich wäre, in genau diesem Moment die Gedanken des Mannes zu lesen, würde dort laut Brécko mit Sicherheit die Antwort stehen: „Och, die kennst du sowieso nicht.“

Nun holte sich Brécko einen stattlichen Mann auf die Bühne, um mit seiner Hilfe eine Szene nachzustellen, die wahrscheinlich jedes Paar so schon einmal erlebt hat: Beide sitzen auf der Couch, er sieht gerade seine Lieblingssendung (Fußball), sie hat Gesprächsbedarf. Hierbei ist Ärger programmiert! Aus dem anfänglichen „Liebling, ist irgendwas?“ und nochmaligem Nachhaken und Löchern von Seiten der Frau, wie „Aber du hast doch irgendwas! Willst du darüber reden?“, ist der Mann meistens so sehr genervt von seiner Liebsten, dass er schlechte Laune bekommt und bockig wird. Frauen also aufgepasst!

„Verheiratete Paare reden statistisch gesehen nur acht Minuten am Tag miteinander“, berichtete die Kabarettistin. Unser geliebtes Eschweiler scheint da jedoch unter dem Durchschnitt zu liegen, denn das Publikum antwortete tatsächlich: „Ach, so viel?“. Sylvia Brécko konnte es nicht fassen und war sogar „schockiert“.

Nach einem weiteren Szenarium, einer schlappen Konversation am Frühstückstisch mit einem morgenmuffeligen Mann, der mit seiner Frau nicht über seine nächtlichen Träume sprechen will, überzeugte Sylvia Brécko mit Tim Bendzkos „Dir fehlen die Worte. Du hast die Worte nicht, mir zu sagen, was ich hören will.“ Das Publikum lag schlapp vor Lachen.

Insgesamt wurden an diesem Abend alle Klischees abgearbeitet: Der Mann muss immer die Fernbedienung haben, er sieht gerne Filme mit Blut und Geballer, und hängt nur vor der Glotze. Frauen dagegen wollen immer nur Reden, schauen Schnulzen und wollen ständig etwas unternehmen. Klischee hin oder her, im Grunde genommen kämpfe jedes Paar mit Klischees und arbeite an den Baustellen in der Beziehung und denen im Haushalt.

„Wir Frauen sollten das einfach viel gelassener sehen“, meinte Brécko. Die Frau sollte ihren Mann für die Blumen von der Tanke loben und sich freuen, dass er mit drei Stunden Verspätung den Weg alleine nach Hause gefunden hat.

Nach über zwei Stunden Unterhaltung und Spaß verabschiedete sich Brécko schließlich mit den Worten: „Mein Liebling hatte heute leider keine Zeit, aber dafür hatte ich ja Euch Eschweiler!“

Ab Oktober geht Sylvia Brécko mit ihrem neuen Programm „Liebling, wie war ich?“ auf Tour.

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