SV und Preußen planen eine Hochzeit

Von: Patrick Nowicki und Andreas Röchter
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Ein deutliches Signal: Acht Jugendmannschaften schickt die Spielgemeinschaft Preußen Hastenrath/SV Nothberg in ihrer Premierensaison in das Rennen. Foto: Andreas Röchter
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Gemeinsam stark: die Jugendleiter Carsten Sauß (links) und Gerhard Kersten mit vier Nachwuchskickern. Foto: Andreas Röchter

Eschweiler. Ein erster großer Schritt ist getan: Seit Beginn der Saison agieren die Jugendabteilungen des FC Preußen Hastenrath und des SV Nothberg als Spielgemeinschaft unter einem Dach. Insgesamt acht Mannschaften, jeweils zwei D- und E-Juniorenteams sowie je eine B-, C-, F- und G-Jugendmannschaft, gehen an den Start. Doch auch die Fusion der Gesamtvereine steht nach wie vor weit oben auf der Tagesordnung.

Die Gespräche zwischen den Vorständen beider Vereine auf der einen sowie mit der Politik und den Verantwortlichen der Stadtverwaltung auf der anderen Seite schreiten voran. Das Ziel lautet, die Fusion bis zum Beginn der Fußballsaison 2014/2015 in trockene Tücher zu bringen. Allerdings stehen die Abstimmungen unter den Preußen- und SVN-Mitgliedern noch aus. Diese sollen bis Ende des Jahres erfolgen.

„Ein solches Projekt hat es in Eschweiler noch nicht gegeben. Ich bin den Verantwortlichen beider Vereine dankbar, dass sie ein Sig­nal nach außen senden, das lautet, nach vorne zu schauen“, steht Bürgermeister Rudi Bertram dem Fusions-Projekt positiv gegenüber. „Die Absprachen zwischen allen Beteiligten werden eingehalten. Es laufen seriöse, konstruktive Gespräche ohne Hektik. Ich bin zuversichtlich, dass bis zum Jahresende weitere Entscheidungen fallen werden. Wichtig bleibt in erster Linie, dass Kinder und Jugendliche aus Eschweiler weiterhin die Gelegenheit erhalten, Sport treiben zu können“, so der Verwaltungschef.

Kurz darauf stellten die Jugendleiter Carsten Sauß und Gerhard Kersten die Mannschaften vor. „Unser Vorhaben umzusetzen, war und ist nicht einfach. Doch die Kinder finden gut zusammen. Und trotz einiger Pessimisten und der 100-jährigen eigenständigen Tradition beider Vereine sind wir überzeugt, dass die bereits vollzogenen und noch folgenden Schritte unumgänglich sind“, betonte Gerhard Kersten. In die gleiche Kerbe schlug Carsten Sauß: „Dinge sich selbst zu überlassen, führt vom Regen in die Traufe. Wir müssen erkennen, dass die lokale Identifikation mit einem Heimatverein nicht mehr so vorhanden ist wie früher.“ Als positives Signal werten beide den Start mit über 100 Kindern am Sonntag.

Schon seit Wochen wird hinter den Kulissen an der Fusion gearbeitet. Gespräche mit dem Bürgermeister und den Ratsfraktionen haben auch schon stattgefunden. Der Zusammenschluss soll schließlich dazu führen, dass am Ende der fusionierte Verein auf einem Kunstrasenplatz spielen kann. Der Nothberger Sportplatz an der Knippmühle soll dafür aufgegeben werden, als einzige Spielstätte ist der Hastenrather Sportplatz ins Auge gefasst. Dort bestehen auch, im Gegensatz zu Nothberg, in Zukunft Möglichkeiten, das Areal auszuweiten.

Damit der Kunstrasenplatz finanziert werden kann, soll die Fläche in Nothberg als Baugebiet mit etwa 13.500 Quadratmeter Fläche ausgewiesen werden. Ein großes Fragezeichen steht allerdings hinter der Zukunft des neuen Nothberger Vereinsheims. Vieles sei dort denkbar, betont Bürgermeister Rudi Bertram. Eine Wohngruppe kann dort ebenso einziehen, wie man eine Begegnungsstätte nach dem Vorbild in Eschweiler-Ost installieren könnte. „Das muss letztlich aber die Diskussion im Stadtrat klären“, hält sich der Verwaltungschef bedeckt.

Als erste politische Gruppierung hat sich die CDU in diesen Tagen zu dem Thema gemeldet. „Die Stadt spart durch die Aufgabe des Sportplatzes Energie- und Pflegekosten. Unter diesen Umständen unterstützen wir die Forderung des neuen Vereins zur Anschaffung eines Kunstrasenplatzes“, teilt der Fraktionsvorsitzende Bernd Schmitz mit. Christoph Herzog, sportpolitischer Sprecher der CDU geht sogar noch weiter: „Wir hoffen, dass diese Vereinsfusion Modellcharakter hat, dass eventuell andere Vereine nachziehen und auch fusionieren.“

Die Finanzierung des Kunstrasenplatzes Hastenrath soll in die Etatberatungen 2014 einfließen.

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