Sturm, Brände, Rettungsdienst: Feuerwehr hat alle Hände voll zu tun

Von: rpm
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Zehn Sturmeinsätze, zwei Brände und 30 Einsätze im Rettungsdienst forderten die Wehrleute. Foto: Arne Dedert/dpa

Eschweiler. Keine ruhige Minute für die Feuerwehr: Von 6.30 Uhr am Mittwochmorgen bis zum späten Nachmittag waren die Kräfte im Dauereinsatz. Zehn Sturmeinsätze, zwei Brände und 30 Einsätze im Rettungsdienst forderten nicht nur die komplette Mannschaft der Hauptwache, sondern wechselweise auch Kräfte der freiwilligen Einheiten aus Stadtmitte, Weisweiler, Bohl und Dürwiß.

45 Wehrleute waren so im Einsatz. In acht Fällen galt es, abgeknickte Äste und Bäume aus dem Weg zu räumen. Aber auch zur Autobahnraststätte wurde die Wehr gerufen: Dort riss der Sturm Teile der Tankstellenabdeckung mit sich. Ein besonderer Hilferuf erreichte die Wehr aus Weisweiler: Dort drohten zwei Polizeibeamte das Fliegen zu lernen. In unmittelbarer Nähe zu Autobahn zerrte der Sturm an einer riesigen Plane, mit der ein Landwirt eine Strohmiete abgedeckt hatte.

Die beiden Polizisten krallten sich daran fest und versuchten, dem mit Geschwindigkeiten von 80 bis 90 Stundenkilometern anblasenden Wind zu trotzen. Wobei sie ihre Kräfte offenbar etwas überschätzt hatten und nun kurz davor waren, samt Plane auf die Autobahn geweht zu werden. Die Wehr griff ein und sicherte die Plane.

An der Brückenstraße rief ein Heimrauchmelder die Wehr auf den Plan. Der Alarm erwies sich als Fehlalarm – doch um das festzustellen, musste die Wehr zunächst die Tür aufbrechen. Aus dem Hagedornweg wurde am Mittag ein Kellerbrand gemeldet. Dort waren aufgrund technischer Probleme Stromleitungen überlastet und Kurzschlüsse entstanden, die einen Lichtbogen auslösten. Die Wehr stellte den Strom ab.

Die Zahl der Einsätze im Rettungsdienst stieg im Laufe des Tages derart an, dass zeitweise nicht genug Rettungswagen vorhanden waren. Die Wehr setzte andere Feuerwehrfahrzeuge ein, lieh sich später Rettungswagen aus dem benachbarten Stolberg.

Inwieweit sich die Lage am Abend beruhigte, konnte Wehrchef Axel Johnen am späten Nachmittag noch nicht absehen. Bis in die Nacht hinein sollten laut Vorhersage die Sturmböen von Geschwindigkeiten bis zu 90 km/h anhalten.

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