Streik: Müllabfuhr kommt. Busse bleiben stehen.

Von: Rudolf Müller
Letzte Aktualisierung:
Verdi Streik Warnstreik Symbol Symbolbild: Holger Hollemann/dpa
Die meisten Busse bleiben leer: Zahlreiche Buslinien auch in Eschweiler sind am Mittwoch vom Streik betroffen.

Aachen. Wer am Mittwoch etwas im Rathaus zu erledigen hat, der läuft vor verschlossene Türen: Die Warnstreiks im öffentlichen Dienst machen auch vor den Amtsstuben der Stadtverwaltung nicht Halt. Dass dort allerdings nur Angestellte, nicht aber Beamte streikberechtigt sind, macht für die Bürger wenig Unterschied: Das Rathaus bleibt am Mittwoch geschlossen.

Nicht geschlossen bleiben dagegen die städtischen Kindertagesstätten (siehe Box). Und auch die Männer der Müllabfuhr sorgen am Mittwoch wie gewohnt für ein sauberes Eschweiler: Die Wirtschaftsbetriebe Eschweiler (WBE) bestätigten uns am Dienstagnachmittag, dass der Restmüll im Bezirk 3 (Pumpe, Aue, Siedlung Waldschule, Stich, Röthgen-West, St. Jöris, Kinzweiler und Hehlrath) turnusgemäß angefahren wird.

Anders als Eschweilers Müllfahrzeuge bleiben am Mittwoch zahlreiche Aseag-Busse im Depot: Der Öffentliche Personennahverkehr ist von den Streiks besonders betroffen. In Eschweiler sind es nicht nur die Linien EW 1, 2, 3, 4 und 5, die ihren Betrieb einstellen, auch die Buslinien 6, 8, 26, 28, 48, 52 und 96 fahren am Mittwoch nicht.

Das betrifft nicht zuletzt Hunderte von Schülern, die Probleme bekommen dürften, pünktlich zu Schulbeginn auf ihrem Platz zu sitzen. Allerdings: Ein Großteil des Schulbusverkehrs wird von privaten Busunternehmen im Auftrag der Aseag abgewickelt – und die bleiben vom Streik ausgenommen.

Im Übrigen gilt: Eltern sind verpflichtet, ihre Kinder zur Schulen zu bringen. Wenn das nicht möglich sei – mangels Auto oder durch ihre Jobs – müssen die Schüler entschuldigt fehlen. Das werde durchaus kontrolliert, erklärt die stellvertretende Schulleiterin Marlene Rüland: damit kein Schüler, der ein paar hundert Meter entfernt wohne, ausfallende Busse zum Vorwand nehme, sich ein paar freie Stunden zu genehmigen. Ansonsten habe niemand Ärger zu befürchten: „Die Kinder können ja nichts dafür!“

Keine Probleme durch den Busstreik befürchtet man auch im RWE-Kraftwerk Weisweiler: Dort können Verspätungen vielfach über Gleitzeitkonten ausgeglichen werden. Grundsätzlich gelte, dass Arbeitnehmer selbst dafür verantwortlich sind, pünktlich zu erscheinen. Da aber die weitaus meisten Kollegen mit Pkw und nicht mit dem Bus zur Arbeit kommen, seien keine größeren Ausfälle zu erwarten. Zu den Zeiten, in denen hier Schichtwechsel stattfinden, sei die Busfrequenz am Kraftwerk ausgesprochen niedrig.

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