Straßenkarneval: Mehr Personal, mehr Kontrollen, Infos für Flüchtlinge

Von: tob
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Eschweiler. Der Straßenkarneval steht vor der Türe. Für die Jecken heißt das: Ab Donnerstag wird intensiv gefeiert. Für Stadt und Co. bedeutet das: vor allem an Weiberfastnacht und Rosenmontag jede Menge Arbeit. Nach den Ereignissen der vergangenen Monate wird mehr Personal im Einsatz sein.

„Es kann wie gewohnt gefeiert werden“, sagt Bürgermeister Rudi Bertram und ergänzt: „mit erhöhter Aufmerksamkeit.“

Besonderes Augenmerk wird auf den Kinder- und Jugendschutz gelegt. Ein Appell des Bürgermeisters wurde an den Schulen verteilt, das Jugendamt wird Donnerstag und Montag auf der Straße unterwegs sein. Eine „freundliche, aber konsequente Ansprache“, kündigt Kämmerer Stefan Kaever an. Sollten Jugendliche über die Stränge schlagen, können sie notfalls auch dank einer Kooperation mit dem Haus St. Josef kurzzeitig in selbigem untergebracht werden.

Informationen gingen auch an die Unterkünfte für Flüchtlinge raus. Für viele ist Karneval etwas völlig Neues. Das Schreiben der Bezirksregierung Arnsberg wurde in mehreren Sprachen (Deutsch, Englisch, Französisch, Arabisch) herausgegeben.

Hier einige Auszüge: „Ein wichtiger Grundsatz an Karneval ist Toleranz und Respekt. Das gilt für jeden, der feiern will. Für Männer genauso wie Frauen. Deshalb gilt: Feiern ist erlaubt, aber nur so, dass sich davon niemand gestört fühlt. Das gilt ganz besonders für den Umgang mit Mädchen und Frauen. Auch wenn diese sich reizvoll oder provokant kleiden. Das ist keine Einladung oder Aufforderung.“

Absolutes Glasverbot

Seit einigen Jahren gibt's an den tollen Tagen absolutes Glasverbot am Marktplatz. Das wird auch in diesem Jahr so sein. Mit dem Unterschied, so kündigt Rainer Neitzel vom Ordnungsamt an, dass auch an Rosenmontag restriktiv kontrolliert werde. Wer sich nicht an das Glasverbot hält, riskiert eine Geldstrafe.

Die wird von 20 Euro in den Vorjahren auf 30 Euro angehoben. Zudem ist das Ordnungsamt mit 15 statt bislang acht Mitarbeitern im Einsatz, die – und das ist auch neu – alle mit Funkgeräten untereinander verbunden sind. Die 30-Euro-Strafe wird übrigens auch für Wildpinkler fällig. „Wir hoffen, dass die Erhöhung der Strafe noch mehr abschreckt“, so Neitzel.

Auch das Karnevalskomitee hat aufgerüstet. In den vergangenen Jahren sollten die Kommandanten der Gesellschaften stets per Handy erreichbar sein. Das habe laut Komiteepräsident Norbert Weiland nicht immer funktioniert. Nun sind das Komitee sowie jede zweite Gesellschaft ebenfalls über Funk miteinander verbunden.

Das Komitee investiert zudem mehrere Tausend Euro in Toilettenwagen, die entlang der Strecke postiert sind. Ein Gang kostet 50 Cent. „Da kann man schon mal überlegen, ob man 50 Cent zahlt, oder 30 Euro Strafe riskiert“, appelliert Weiland, dass sich die Jecken für den Toilettengang entscheiden. An die Zugteilnehmer richtet er in Sachen Glasverbot eindringliche Worte: „Wer erwischt wird, geht im nächsten Jahr nicht mit.“

Das bewährte Konzept

Auch die Feuerwehr erhöht das Personal an Weiberfastnacht und Rosenmontag um zehn bis 20 Helfer je Tag. Zudem wird das seit Jahren bewährte Konzept weitergefahren, an den Tagen auf freiwillige Feuerwehrleute zurückzugreifen, die von 8 Uhr morgens bis Mitternacht bereits in den Gerätehäusern stationiert sind, und im Notfall schnell hinzugerufen werden können.

Mit den Einsatzzentralen an Markt (beide Tage) und Marienstraße (am Donnerstag) und den vielen Freiwilligen der Hilfsorganisationen soll wieder ein reibungsloser Ablauf gelingen. Rudi Bertram lobt die gute Zusammenarbeit aller Beteiligten.

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