Straßen dicht: Illegale Hanfplantage brennt völlig ab

Von: cro
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Von der ehemaligen Videothek und der vermutlichen Hanfplantage in Hastenrath ist nach dem Brand nicht mehr viel übrig. Gut 24 Stunden waren die Retter vor Ort. Foto: Carsten Rose
Feuer Eschweiler Videothek
Von der ehemaligen Videothek und der vermutlichen Hanfplantage in Hastenrath ist nach dem Brand nicht mehr viel übrig. Gut 24 Stunden waren die Retter vor Ort. Foto: Ralf Roeger

Eschweiler. Gerufen wurde die Eschweiler Feuerwehr am Sonntagabend gegen 17.50 Uhr zu einem Brand in einem unbewohnten Anbau eines Mehrfamilienhaus in Hastenrath – löschen musste sie vermutlich eine illegale Hanf-Plantage.

Die Retter brauchten einen langen Atem: Gegen 10.15 Uhr am Montagmorgen war die Lage entspannt und die Feuerwehr hatte den Brand an der Wendelinus­straße (am Hastenrather Fließ), die wegen des Einsatzes gesperrt war, unter Kontrolle. Auch die Gressenicher Straße war zeitweise gesperrt.

Der Einsatz an dem Gebäude, eine ehemalige Videothek, dauerte bis 17 Uhr. Nach Angaben des Einsatzleiters der Eschweiler Feuerwehr, Axel Johnen, wurde niemand verletzt. Brandursache sei höchstwahrscheinlich ein elektrischer Defekt gewesen.

Verteilt über das gesamte Obergeschoss des zweistöckigen Hauses, das Johnen auf zwei Mal 400 Quadratmeter schätzt, hätten die Feuerwehrleute eine auf mehrere Räume verteilte Hanfplantage vorgefunden. Das Erdgeschoss sei laut Johnen ebenfalls „zum Teil“ für denselben Zweck genutzt worden. Die Polizei bestätigte den Fund von „diversen Grünpflanzen und Dünger“, die auf den illegalen Anbau von Cannabis-Pflanzen hindeuteten. Die Ermittlungen der Kriminalpolizei laufen; die Höhe des Sachschadens ist noch unbekannt.

„Die Elektrik mit den ganzen Wärmelampen hat wohl nicht den Vorschriften entsprochen“, sagte Einsatzleiter Johnen Montagvormittag. Daher gehe man von einem elektrischen Defekt als Brandursache aus – sofern man diese denn je ermitteln könne, sagte Johnen weiter. Denn: Nach dem stundenlangen Brand ist das Dach des Hauses eingestürzt, so dass das Technische Hilfswerk (THW) die erste Etage eingerissen hat, um die Glutnester wieder freizulegen. Die Erdgeschossdecke, eine Holzdecke, stürzte ebenfalls ein. Von den Flammen wurde keines der anliegenden Häuser erfasst. „Wir hatten Angst, dass das Feuer überspringt“, sagte Johnen, „zeitweise waren fünf Häuser direkt davon betroffen.“ Dennoch wurde der Giebel des Wohnhauses auf der Rückseite der ehemaligen Videothek beschädigt, Rauch zog in einige Wohnungen.

In der Nacht zu Montag waren laut Johnen bis zu 150 Wehrleute im Einsatz. Unterschützt wurde die Eschweiler Feuerwehr von den Kollegen aus Stolberg, Würselen und dem Kreis Düren.

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