Eschweiler - Strahlendes Kreuz weist den Weg zur Osterfeier

Strahlendes Kreuz weist den Weg zur Osterfeier

Von: ran
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Präsentieren in der Pfarrkirche St. Peter und Paul „das Kreuz“ als Zeichen der Auferstehung, der Hoffnung und des Lichts: Künstler Franz Kruse (Mitte), Pfarrer Michael Datené (links) und Kaplan Andreas Züll. Foto: Andreas Röchter

Eschweiler. Das Kreuz ist eines der stärksten Symbole der Christenheit. Mit dem Sterben Jesu und die anschließende Auferstehung wandelte es sich in der Wahrnehmung der Christen vom Zeichen des Todes zum Bildnis der Hoffnung und rückt somit vor allem in der Fastenzeit als Vorbereitung auf das Osterfest in den Blickpunkt der Gläubigen.

Seit der Stadtabendmesse am Sonntag präsentiert der Künstler Franz Kruse eine Kreuzinstallation in der Pfarrkirche St. Peter und Paul. Im Rahmen einer Vernissage, die sich dem Gottesdienst anschloss, stellte der gebürtige Gelsenkirchener, der seit 1977 in Mechernich-Floisdorf lebt und arbeitet, sein Werk zahlreichen Zuhörern und -sehern vor.

„Die Karnevalszeit ist vorüber, der Alltag hat die Menschen wieder im Griff. Kaum jemand nimmt wahr, dass die Fastenzeit als Vorbereitung auf das Osterfest angebrochen ist“, monierte Kaplan Andreas Züll zu Beginn seiner Predigt. Dabei würden die Tage nun wieder heller und der Frühling dränge langsam aber sicher nach vorne. „In der Osternacht wird uns dann mit der Auferstehung neues Leben geschenkt. Es wird für uns hell, denn das Kreuz, das durch die Sonne des Ostermorgens erhellt wird, durchbricht die Dunkelheit“, nahm der Zelebrant, in dessen Heimatgemeinde Franz Kruse lebt und tätig ist, auch und gerade Bezug auf die Kunstinstallation.

„Durch die Auferstehung wurde der Tod besiegt. Aus dem Holz des Kreuzes wird ein Baum des Lebens“, unterstrich der Geistliche. Aber: In einer Gesellschaft, in der in wirtschaftlicher Hinsicht ständig alles wachsen müsse und zahlreiche Menschen stets an der Belastungsgrenze oder darüber hinaus arbeiteten, herrsche für viele finstere Nacht, da Gottes Wort häufig an letzter Stelle stehe. „Die Fastenzeit bietet uns nun 40 Tage, um nachzudenken. Sie ist eine Zeit der Umkehr, der Hinkehr zu Gott! Die Botschaft des Kunstwerks von Franz Kruse lautet: Er kommt, um Licht zu bringen und die Nacht zu erhellen. Du bist nicht alleine!“, interpretierte Andreas Züll. „Christus, der Auferstandene, der durch das Holz des Kreuzes neues Leben entstehen und den Baum des Lebens Wurzeln schlagen lässt, ist die Hoffnung“, schloss der Kaplan.

Während der anschließenden Vernissage stellte Franz Kruse neben der Kreuzinstallation weitere Werke vor, in denen christliche Symbole wie der Weinstock, der Fisch, die Schlange als Zeichen der Versuchung oder auch die Erzählung von Kain und Abel im Mittelpunkt stehen.

In einer Diskussionsrunde mit einigen Gottesdienstteilnehmern erläuterte er die Intention, die hinter „seinem“ Kreuz stehe. „Das quasi aus dem Rahmen fallende Kreuz gibt dem Licht die Möglichkeit zur Entfaltung“, so der Künstler. Er wolle mit seinen Arbeiten dem Betrachter allerdings lediglich Angebote unterbreiten.

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