Eschweiler - Stippeföttche und Marie: KG startet traditionell in 134. Session

Stippeföttche und Marie: KG startet traditionell in 134. Session

Von: jw
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Staatse Truppe: Zu Beginn der Galasitzung präsentierte die Scharwache traditionell ihr Uniformiertencorps samt dem Spielmannszug Grün-Weiß Lohn und dem Tanzpaar Eva Gruppe und Sebastian Plönnes. Foto: Jacqueline Winkler

Eschweiler. In der Dürwisser Festhalle war von Anfang an super Stimmung, als das komplette Scharwach-Korps gemeinsam mit dem Regimentsspielmannszug Grün-Weiß Lohn unter der Leitung von Thomas Graff einmarschierte.

Die Scharwache veranstaltete ihre große Gala-Sitzung mit einem närrischen Programm unter dem Motto „Mutter Scharwache und ihre Kinder“.

Erstmalig führte Simon Hendriks in seiner neuen Funktion als Präsident durch diese Sitzung. Und das mit viel Freude und Souveränität.

Die 134. Karnevalssession begann für die Scharwache auf traditionelle Weise mit dem Stippeföttchen. Schon bei diesem ersten Programmpunkt war das Publikum begeistert. Auch beim Auftritt des Tanzpaares Eva Gruppe und Sebastian Plönnes, kamen die Zuschauer aus dem Staunen nicht mehr raus und belohnte die beiden mit viel Applaus. Zu den Klängen des Regimentsspielmannszuges Grün- Weiß Lohn schunkelte der ganze Saal. Aber auch die Gardetänzer und Spielleute bekamen für ihre Darbietung des Gardetanzes viel Applaus.

Für den Sessionsorden hatten sich die Mitglieder des Vereins wieder etwas besonderes überlegt. Die Reiterkorporalschaft feiert in diesem Jahr ihr 50-jähriges Bestehen. Grund genug, ihr den Orden zu widmen.

Mit lustigen Reimen begann dann „Der Lange“, Alfred Wings von der KG Narrengarde Dürwiß, sein Programm. Mit den Worten „Eschweiler unsere Heimatstadt“ begann er und brachte das Publikum mit neuen Texten zu alten Melodien, mit Witzen über sein Töchterchen „Mütter holt die Kinder rein, meine Tochter hat den Führerschein“ und zu einer Anekdote zum Promi-Dinner bei ihm zu Hause, zum Lachen. „Das Auto ist ein Känguru und hüpft auf die rote Ampel zu“, erklärte er dem Publikum die Fahrweise seiner Tochter. Beim Promi-Dinner gab es „Erbsensuppendynamit“, welches er an seine prominenten Gäste verfütterte.

An so einem Abend darf natürlich der Nachwuchs auch nicht fehlen. Die Gesellschaft präsentierte die Jugendtanzgruppe, die mit glitzernden Kostümen und einem musikalisch gemischten Tanz auch ihr Können unter Beweis stellte.

Ein Zauberkünstler betrat als nächstes die Bühne und vereinnahmte das Publikum. Er zeigt Zaubertricks, die er von seinem Opa gelernt hatte. Opa hatte auch zwei Zauberkanichen die „Eins“ und „Zwei“ hießen. Denn wenn „Eins“ stirbt, hat er noch „Zwei“. Zu den Spezialitäten des Großvaters gehörte das Zersägen von Frauen. Dies tat er auch mal mit seiner Schwester, danach hatte er „zwei Halbschwestern“. Die Gäste der Gala-Sitzung tobten, vor allem als dann Präsident Simon Hendricks nach vorne geholt wurde und mit „Schmitz-Backes“ einen Zaubertrick vorführen durfte. „Gezaubert hab ich heute für sie, ohne Zauberstab, aber mit viel Maggie“, damit beendete „Schmitz-Backes“ seinen Vortrag und bekam dafür stehende Ovationen.

Nachdem die Tänzer und Tanzpaare des Karnevals-Komitees der Stadt Eschweiler mit ihrer tollen Leistung überzeugt hatten, ging es erstmal in die Pause. Diese wurde mit dem Kreuzrittermarsch und dem Aufmarsch des Elferrates beendet.

Besucht wurde die Scharwache an diesem Abend von der Stadtgarde „Oecher Penn“ aus Aachen, die mit einem riesigen Spielmannszug einmarschierte, sowie mit ihrer Marketenderin, deren Offizier und den Pennsoldaten. Sie begeisterten nicht nur mit dem Tanz der Marketenderin und des Offiziers sowie mit der Darbietung des Spielmannszuges, sondern auch mit einem Tanz, bei dem Tanzpaar und Pennsoldaten von unserem Nachbarland Holland inspiriert wurden.

Das Publikum der großen Gala-Sitzung war sich bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht bewusst, dass sie noch eine Steigerung der Begeisterung und Emotionen durchmachen würden. Doch mit den Auftritten von „Et Scharwachmüsje“, der Band „Druckluft“ und der Scharwach-Revue war genau das der Fall.

René Külzer erzählte von einem ereignisreichen Tag in Eschweiler, denn er besuchte den „Nonnenbunker“ und beäugte dort Einstellungsgespräche mit neuen Mathelehrern, danach ging er zum ersten Bürger der Stadt Eschweiler und begutachtete seinen Tagesablauf.

Nach einigen Tränen, die vor Lachen beim Publikum kullerten, und stehenden Ovationen kam eine ganz neue Formation von Band auf die Bühne. „Druckluft Marching Band“ sind 18 junge Musiker, die den Saal auf den Höhepunkt brachten. Mit bekannten Melodien konnte jeder im Saal mitsingen und tanzen. „Druckluft hat für großen Luftdruck gesorgt“, wurde die Band verabschiedet.

Zum Abschluss präsentierte die Scharwache eine Revue, die so noch nicht aufgeführt wurde. Neben den bekannten Scharwachkräften führten 26 Scharwächter eine tänzerische Show auf zum Sessionsthema „Mutter Scharwache und ihre Kinder“. Die Truppe bestand aus dem Tanzpaar, vier Vorstandsmitgliedern und Scharwächtern im Alter von 16 bis 60 Jahren. Der Tanz wurde zu bekannten Melodien einstudiert und zeigte nicht nur ehemalige Prinzen des Vereins, sondern auch Mutter Scharwache, die durch das gemischte Revue führte.

Mit großer Begeisterung und tosendem Applaus im Stehen bedankte sich das Publikum bei der Scharwache für eine grandiose Sitzung.

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