Stimmungs-Barometer auf Extrem-Hoch bei der KG Böse Buben

Von: ran
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Abschied, wenn es am schönsten ist: Ein Vierteljahrhundert lang gehörten die „Glühwürmchen“ zu den Attraktionen jeder Sitzung der Bösen Buben. Am Freitagabend begeisterten sie nun letztmals ihr Publikum mit einem einfallsreichen Tanz. Foto: Andreas Röchter

Eschweiler. Der Winter ist da! Da hilft nur eins: Ab auf die Sonneninsel Mallorca. Aber wo liegt diese Insel eigentlich? Am Freitagabend zumindest in der vollbesetzten Delio-Arena, wo die Bösen Buben unter der Überschrift „Viva Mallorca“ nahezu unzählige bunt und fantasievoll kostümierte Sonnenanbeter empfingen!

So begrüßte Präsident Guido Kuth eine illustre Jeckenschar zum Aktivurlaub, dessen Programm mit kulturellen Leckerbissen und hier und da einem leckeren Kaltgetränk gespickt war.

Die „Glühwürmchen“

Gleich in den ersten Ferienmomenten trieb der Böse-Buben-Nachwuchs das Stimmungs-Barometer auf Extrem-Hoch, denn mit Julia Lenzen tanzte sich das Kindermariechen der Gesellschaft mit akrobatischen Einlagen der Sonderklasse in die Herzen der jecken Strandgänger. Der verdiente Lohn: Die Beförderung zur Jugendmarie und (ausnahmsweise) der erste Orden des Abends.

Reise- und Urlaubsleiterin Ute Henrotte nahm kurz darauf Exemplar Nummer zwei in Empfang. Am „Bickendorfer Büdchen“ trafen sich die „Glühwürmchen“, um mit einer rauschenden „Polka, Polka, Polka“ nach einem Vierteljahrhundert einfallsreicher Tanzeinlagen und Kostümierungen eine umjubelte Abschiedsvorstellung von der Böse-Buben-Bühne zu geben. „Glühwürmchen“ Annette Brandenburg wurde anschließend eine besondere Ehre zuteil, als sie aus den Händen von Norbert Weiland das „Goldene Stadtwappen“ entgegennahm und mit dem Komitee-Präsident sogar vorübergehend die Kopfbedeckung tauschte.

Zuvor war Vizepräsident Jonas Wintz mit dem „1. Klasse Komiteeorden“ ausgezeichnet worden. „Der Eschweiler Karneval ist ein Räderwerk, in dem sowohl die größeren als auch die kleineren Räder und Rädchen funktionieren müssen, damit der Motor läuft. Annette Brandenburg ist eine Power-Frau, die eine Unmenge (Frei-)Zeit für die Eischwiele Fastelovend opfert. Jonas Wintz hat als junger Büttenredner voller Herzblut während der Prinzenproklamation sein Meisterstück abgeliefert“, lobte Norbert Weiland.

Kuh Dolly brachte Momente später Bauchredner Peter Kerscher mit ihrer verbalen Schlagfertigkeit auf die Palme und das Publikum auf die Stühle. Doch irgendwann wurde es dem Stammtischler Kölner Karnevalisten mit seinem frechen Rind zu bunt und Urlaubsanimateur Guido Kuth musste in die Bresche springen. „Antworte auf meine Fragen einfach wie zu Hause, also nur mit Ja oder Nein!“, gab Peter Kerscher einen gut gemeinten Hinweis.

Ein fulminantes Feuerwerk in Rot und Gelb brannte die nahezu vollständig angetretene KG Nothberger Burgwache auf der Bühne des mallorquinischen Kulturzentrums ab: Präsident Frank Fischer und Jürgen Esser, „der Florian Silbereisen aller Kommandanten“, hatten mit Tanzmarie Jasmin Kardung, dem Tanzpaar Kim Mosbeux/Sebastian Gühsgen, den Spielfreunden, der Mädchengarde sowie der aus „kölschem Holz“ geschnitzten Showtanzgruppe quasi alles im Gepäck, was der Fastelovend in „Bersch“ an reichhaltigem Repertoire zu bieten hat.

Büttenredner Jonas Wintz alias der „Penner von nebenan“ klärte das staunende Publikum darüber auf, in die Rolle des „Dieter Bohlen der Eischwiele Fastelovend“ geschlüpft zu sein, um den Vertreter einer zotenfreien Fastelovend, das lebendigste Glitzersakko der Inde-stadt, die „Wildecker Herzbuben des Zwiegesprächs“ sowie ein spitzohriges Müsje castingtechnisch zu wiegen und als zu leicht zu befinden, um prinzenproklamatorisch aktiv werden zu können. Verdiente „standing ovations“ wurden ihm zuteil, als er deutlich machte, sich deshalb selbst geopfert zu haben.

Keine Hemmungen mehr

Endgültig auf Stühle und Bänke trieb es die Ballermann-Besichtiger, als ihnen bewusst wurde, dass auch seine Tollität René I. keine Mühen gescheut hatte und samt Zeremonienmeister Daniel und Gefolge per Chartermaschine in Richtung Süden gejettet war, um mit seinen Hits „Me fiere va morjens bes am Ovend osere Eischwiele Fastelovend“ sowie „Prinz im Karneval reloaded“ Micki Krause und Konsorten ganz alt aussehen zu lassen.

Zu vorgerückter Stunde ließen es die Bösen Buben dann erst richtig krachen: Tanzmariechen Annika Braun brillierte auf ganzer Linie, das Tanzpaar Dalia Grüttner und Oliver Königs ließ beim letzten Auftritt während einer Bösen-Buben-Sitzung absolut keine Wünsche offen, die Inde-Singers versicherten „Hück is minge Dag“ und ernteten einen Beifallsorkan nach dem anderen, die Bösen Mädchen boten einen tänzerischen Augenschmaus, bevor die Protagonisten des Männerballetts mit der Ansage „I‘m sexy and I know it“ zunächst Realitätssinn präsentierten, um anschließend unter dem Motto „Malle ist nur einmal im Jahr“ nahezu alle Hemmungen abzulegen und dem Mallorca-Urlaub (s)einen Sinn zu geben.

Dazwischen hatte „Der Lange“ Alfred Wings im Glitzersakko gefragt „Kann den Liebe Sünde sein?“ und unterstrichen, gar nicht so viel von einem Mädchen zu erwarten: „Sie muss nur so sein wie meine Mutter!“, so der verständliche Wunsch. Am frühen Samstagmorgen blies schließlich das Trompeterkorps Eefelkank noch einmal kräftig gegen den Meereswind an und rundete den Inselurlaub lautstark und stimmungsvoll mit der Feststellung „Er gehört zu mir“ ab, um im Namen der Feriengäste zu danken: „Hallelujah“.

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