Stillstand am See treibt die Union auf die Palme

Von: sh
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Wo sind Seeresort und Urlaubsgefühl? Die CDU-Politiker (von links) Marc Müller, Willi Bündgens, Bernd Schmitz und Pia Dondorf warten darauf, dass am Blausteinsee endlich was passiert. Foto: Stefan Herrmann

Eschweiler. „Das Resultat ist enttäuschend”, sagt Bernd Schmitz mit Blick auf See, Bühne und den momentan im Bau begriffenen Ausleger inklusive zweier Nebengebäude. Der CDU-Fraktionsführer ist mit dem Status quo am Blausteinsee nicht zufrieden.

Zustimmendes Nicken erhält er bei der Besichtigung vor Ort von seinen Parteifreunden des heimischen Dürwisser Ortsverbandes und vom Stadtverbandsvorsitzenden Willi Bündgens. Kein Seersort, kein Künstlerdorf, keine Strandbar, kein Urlaubsgefühl.

Schmitz blättert in einer alten Zeitungsausgabe vom 17. März 2007. Von den damals von den Planern Tom Krause und Astrid Bohne sowie SPD-Fraktionsführer Leo Gehlen genannten Zeitplänen sei, so Schmitz, längst keine Rede mehr. „Es sind drei verlorene Jahre für Eschweiler”, sagt Schmitz klipp und klar und erhält Unterstützung. Die CDU habe die Pläne bisher zwar stets skeptisch, aber letztlich bei den Entscheidungen wohlwollend begleitet. „Aber bisher wurde nur viel versprochen und wenig gehalten”, findet Bündgens, Stadtverbandsvorsitzender.

Bereits in diesem Jahr - so die Ankündigung 2007 - sollten die Blausteinseepläne verwirklicht sein. Das einzige, legen die Christdemokraten den Finger in die Wunde, was bisher geschehen sei, wurde von der öffentlichen Hand realisiert. „Es kann nicht sein, dass man nicht mit offenen Karten spielt”, wiederholt Bündgens die alte CDU-Forderung, endlich einen Investor zu präsentieren. Die vom Planungsbüro Krause/Bohne gemeldete Wasserstandsmeldung, man sei „auf der Zielgeraden”, ist Bündgens, Schmitz & Co. zu wenig.

Pia Dondorf, Dürwisser CDU-Ortsverbandsvorsitzende, beklagt vor allem, dass die Bürger ein weiteres Jahr mit der Containerlandschaft am Seeufer Vorlieb nehmen müssen. Werde sich in den kommenden Wochen nichts tun, so der einhellige Tenor, müsse man ganz konkret über eine andere, möglicherweise abgespeckte Variante am Blausteinsee nachdenken.

Nächste Woche tagt der Planungs-, Umwelt- und Bauausschuss. Dann erhoffen sich die CDU-Politiker neue Erkenntnisse zum Planungsstand. Viel Zeit bleibt nicht mehr: Bis Ende Mai muss Krause der Stadt dann ein vertraglich vereinbartes konkretes Betreiberkonzept inklusive Investor vorlegen.
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