Staudentausch-Markt: Akelei und die „Ewige Zwiebel”

Von: Friedhelm Ebbecke-Bückendorf
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Von Petersilie bis Schwertlili
Von Petersilie bis Schwertlilie - es gab viel Interesse und zugleich viel Spaß beim Treffen der Landfrauen im Kreisverband Aachen. Sie hatten zu einem Staudentausch-Markt auf dem Hof Hilgers in Röhe eingeladen. Foto: Friedhelm Ebbecke-Bückendorf

Eschweiler. Schwer bepackt trafen viele Landfrauen auf dem Hof der Familie Hilgers am Ellerberg ein. An der einen Hand Taschen voller Pflanzen, auf der anderen Hand balancierend eine Torte oder einen Kuchen. „Das Gesellige gehört bei uns ja dazu”, schmunzelte Antonia Crousen, die Kreisvorsitzende der Landfrauen im Kreisverband Aachen.

„Das Gesellige” war in diesem Fall ein gemeinsames Kaffeetrinken. Dazu hatten viele Teilnehmerinnen den selbstgebackenen Kuchen mitgebracht. Für fünf Euro durfte jeder so viel essen, wie er mochte - und den Erlös spenden die Landfrauen dem Eschweiler Kinderheim St. Josef.

Das Wichtigste bei diesem Treffen war aber der Staudentausch-Markt. Die Landfrauen hatten Stauden, Ableger und auch viele andere Pflanzen mitgebracht und bauten die bunte Pracht auf dem Hof der Vorsitzenden des Eschweiler Ortsverbandes, Gisela Hilgers-Huppertz, auf.

Süßkartoffeln („die blühen gelb wie kleine Sonnenblumen”), Pfingstrosen und Schwertlilien, Pflanzen mit sprechenden Namen wie „Brennende Liebe” und „Ewige Zwiebel”, Ziergras, Margeriten, Akelei, Frauenmantel, Pfefferminz und Waldmeister, Blaudistel, Glockenblumen, Traubenhyazinthen. Es gibt viele erfahrenen Gärtnerinnen unter den Landfrauen, und auf dem sonnenbeschienenen Hof bei Röhe wurden fleißig Anbautipps und Rezepte ausgetauscht.

Hobbygärtnerin Leni Willms aus Hastenrath ist da anerkannte Fachfrau: „Diese Ziererdbeeren, die blühen wunderbar pink vom Frühjahr bis es friert, die eignen sich ganz besonders gut als Bodendecker. Sehen Sie mal, die haben sogar Früchte!”

Eingeladen zum Staudentausch hatte der Kreisverband des Rheinischen Landfrauenverbandes. „Wir sind Frauen vom Lande, also Bäuerinnen, aber wir sind nicht nur auf die Landwirtschaft fixiert”, erläuterte die Kreisvorsitzende Antonia Crousen aus Aachen-Sief. „Auch viele andere Berufe sind vertreten, von der Schneiderin bis zur Rechtsanwältin.” 700 Mitglieder hat dieser Kreisverband, zu dem 13 Ortsverbände gehören.

Seit neun Jahren ist Gisela Hilgers-Huppertz die Vorsitzende des Ortsverbandes Eschweiler der Landfrauen. Mit 92 Mitgliedern gehört dieser Verband zu den größeren, dennoch ist die Vorsitzende froh, „wenn weitere Frauen, besonders die jüngeren, zu uns stoßen”. Wer mitmachen möchte, soll sich einfach melden - Telefon 25236 mit der Eschweiler Vorwahl, sagt sie.


Das Programm spricht viele Interessen an. Es gibt Weiterbildung und Bildungsfreizeiten, es gibt Wanderungen und Radtouren, es gibt Karneval, es gibt mehrtägige Fahrten. Eine achttägige Reise nach Masuren musste sogar zweimal angeboten werden, so stark war die Nachfrage. Beim zweiten Mal durften dann auch Ehemänner mit.

Einen Rückblick auf diese Fahrten gibt es beim nächsten Treffen der Landfrauen am 14. November im Restaurant der Burg Wilhelmstein in Würselen-Bardenberg.


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