Statt Karten erhalten alle Wähler Briefe der Stadt

Von: Friedhelm Ebbecke-Bückendorf
Letzte Aktualisierung:
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„So sieht die Wahlbenachrichtigung aus“: Heinz Rehahn zeigt einen der Briefe, die nach Ostern an Wahlberechtigte geschickt werden.

Eschweiler. Etwas wird anders sein als bisher. Zur nächsten Kommunalwahl bekommen die Eschweiler Wahlbürger ihre Wahlbenachrichtigung nicht wie gewohnt als Karte, sondern als Brief per Post. Den stellvertretenden Wahlleiter Heinz Rehahn treibt die Sorge um, die Wähler könnten diesen amtlichen Brief mit Werbung verwechseln und wegwerfen.

Hallo, Wähler! Wenn kurz nach Ostern ein Brief von der Stadt im Kasten liegt: Das ist die Wahlbenachrichtigung! Die müsst ihr mitnehmen ins Wahllokal!

Eine Karte allein reicht nicht aus, weil es diesmal um viele Wahlen gleichzeitig geht: Europawahl, Wahl des Eschweiler Bürgermeisters, Wahl des Eschweiler Stadtrats, Wahl des Städteregionsrats, Wahl des Städteregionstages, Wahl des Integrationsrates. Und falls um das Bürgermeisteramt eine Stichwahl notwendig werden sollte, gilt die Wahlbenachrichtigung auch dafür noch.

Um das Amt des Bürgermeisters bewerben sich fünf Kandidaten: Für die SPD Rudi Bertram, für die CDU Wilfried Berndt, für die FDP Christian Braune, für Bündnis90/Die Grünen Franz-Dieter Pieta, für die Linke Albert Borchardt.

Zur Stadtratswahl am 25. Mai liegen sieben Listen vor.Die SPD schickt je einen Bewerber (beziehungsweise je eine Bewerberin) für die 25 Wahlbezirke, auf der Reserveliste stehen 49 Kandidaten. Die CDU besetzt ebenfalls alle 25 Wahlbezirke, ihre Reserveliste ist 35 Namen lang. Die FDP hat alle 25 Direktkandidaten-Plätze besetzt, ihre Reserveliste umfasst 18 Bewerber.

Panne bei der UWG

Die UWG wollte ebenfalls alle 25 Wahlbezirke besetzen. Der Wahlausschuss musste einen dieser Kandidaten aus formalen Gründen streichen: der Kandidat im Wahlbezirk 5, Sofiane Harchoum, wohnt noch nicht die vorgeschriebene Mindestzeit in Eschweiler. Damit hat die UWG 24 Direktkandidaten, sieben Bewerber stehen auf der Reserveliste. Die Grünen haben alle 25 Wahlbezirke besetzt, ihre Reserveliste umfasst 13 Bewerber. Die Linke kandidiert ebenfalls in allen 25 Wahlbezirken direkt, auf der Reservelisten stehen acht Namen. Die Piratenpartei wird in 14 der 25 Wahlbezirken einen Direktkandidaten haben. Fünf Namen stehen auf der Reserveliste.

Andere als die sieben genannten Parteien oder Wählergruppen werden bei der Wahl zum Eschweiler Stadtrat nicht antreten – also wie schon bei der Wahl vor fünf Jahren weder NPD noch andere Gruppen vom rechten Rand.

Ein Doppelkandidat

Ebenfalls am 25. Mai wird der Integrationsrat für Eschweiler gewählt. Dieses Gremium hat die Aufgabe, die Interessen der ausländischen Einwohner der Stadt auf kommunaler Ebene zu vertreten. Wahlberechtigt sind zwei Bevölkerungsgruppen: Ausländer, die seit mindestens drei Monaten in der Gemeinde wohnen, und Deutsche, die ihre Staatsangehörigkeit durch Einbürgerung erworben haben. In Eschweiler werden zwei Listen kandidieren: Die Liste „Internationales Team“ mit 14 Bewerbern und die „Internationale sozialdemokratische Liste“ mit zehn Bewerbern, von denen mehrere direkte Stellvertreter haben.

Aus der sozialdemokratischen Liste musste ein Bewerber gestrichen werden. Für ihn lag keine Einverständnis-Erklärung vor, zudem kandidiert er auf der konkurrierenden Liste.

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