Städtisches Gymnasium mit Brigitte-Gilles-Preis ausgezeichnet

Von: mah
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Ließen sich nicht stören: Lehrerin Sarah Simon mit ihren Schülerinnen der Junior-Ingenieur-Akademie, die die RWTH für den Brigitte-Gilles-Preises filmisch begleitete. Foto: Manuel Hauck

Eschweiler. Angefangen hat alles vor drei Jahren, als sich das Städtische Gymnasium Eschweiler bei der Deutschen-Telekom-Stiftung bewarb und mit 10.000 Euro für die Errichtung der Junior-Ingenieur-Akademie belohnt wurde. Im Schuljahr 2013/2014 konnte dann erstmalig das praxisorientierte und naturwissenschaftlich-technisch ausgerichtete Projekt angeboten werden.

Die Junior-Ingenieur-Akademie, kurz JIA, erweiterte die Palette des Unterrichts der 8. und 9. Klassen, da sie das Wahlpflichtangebot des Differenzierungsbereichs II ergänzte. Die Bemühungen des Städtischen Gymnasiums, so Sarah Simon, eine der betreuenden Lehrerinnen der JIA, sei es, den Jugendlichen die Arbeit von Ingenieuren, Wissenschaftlern und Forschern näherzubringen.

Dabei wird vor allem mit Instituten der RWTH Aachen und dem Forschungszentrum Jülich kooperiert. Das große Oberthema der JIA am Städtischen Gymnasium lautet „Energie“, zu dem bei halbjährlich wechselnden Modulen verschiedene Themen und Fragestellungen erarbeitet werden. Dank der praktischen Ausrichtung des Kurses werden gemäß dem Motto „Raus aus der Schule“ regelmäßig Exkursionen veranstaltet, so zum Beispiel in der Werkstatt der Bundeswehr oder im Kraftwerk Weisweiler.

Dass die Schule im Januar mit dem Brigitte-Gilles-Preis ausgezeichnet wird, verdankt sie den Bemühungen der Lehrer der JIA, Sarah Simon, Thomas Dolls, Christina Heinz und Nicole Jüngst. Nicht hauptsächliches, aber doch ein Ziel der JIA ist ein paritätisches Verhältnis der Schülerinnen und Schüler, so dass der Anteil von Mädchen und Jungen in dem Kurs ausgewogen ist. Die Förderung von Schülerinnen im Blick, nehmen diese das Angebot auch wahr und zeigen dabei, dass sie ihren männlichen Altersgenossen in nichts nachstehen.

Filmteam kommt

Die RWTH Aachen, die jährlich den Brigitte-Gilles-Preis verleiht, wurde im Rahmen des im Herbst durchgeführten Bewerbungsverfahrens auf das Städtische Gymnasium aufmerksam. In der Kategorie Projekte und Initiativen, die das Interesse von Schülerinnen an den sogenannten MINT-Fächern wecken, legte sie sich schließlich auf die Eschweiler Schule als Preisträger fest.

Um das Projekt in einem angemessen Rahmen präsentieren zu können, begab sich ein Filmteam von Aachen nach Eschweiler und begleitete die Junior-Ingenieur-Akademie für einen Mittag lang mit Kamera und Mikrofon. Dabei standen Schülerinnen und Schüler, die die JIA bereits erfolgreich abgeschlossen haben und aktuelle daran teilnehmen, ebenso Rede und Antwort wie die betreuenden Lehrer.

Neben Interviews filmten die Männer von der RWTH ebenso das Geschehen des Kurses, als sich die Jugendlichen an der Robotik bei der Abfallentsorgung probierten. Der Brigitte-Gilles Preis, benannt nach der Frau, die sich für eine geschlechtergerechte Hochschule einsetzte und den Frauen die Augen öffnen wollte für all ihre Chancen, wird Ende Januar verliehen. Im Rahmen der Veranstaltung „RWTH transparent“ erhält das Städtische Gymnasium dann die mit 2500 Euro dotierte Auszeichnung.

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