Eschweiler - Städtische Musikgesellschaft: Brahms als musikalische Klammer

Städtische Musikgesellschaft: Brahms als musikalische Klammer

Von: jope
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Steht im Mittelpunkt der Feier
Steht im Mittelpunkt der Feierlichkeiten: der Komponist Johannes Brahms. Foto: imago/imagebroker

Eschweiler. Als Institution ist sie aus dem kulturellen und gesellschaftlichen Leben der Indestadt nicht wegzudenken: die Städtische Musikgesellschaft Eschweiler. Sie feiert in diesem Jahr ihr 150-Jähriges Bestehen.

Hierzu stellen Chor und Orchester unter der Leitung von Horst Berretz ihr reichhaltiges Repertoire der letzten Jahrzehnte und des „Jetzt” vor. Ebenso binden sie befreundete Chöre und Musiker sowie die Bevölkerung in das Jubiläum ein.

Bürgermeister Rudi Bertram ist Schirmherr des eigentlichen Geburtstags-Konzertes am Samstag, 12. Mai, 19 Uhr, in der Festhalle Weisweiler. „Statt Sitzreihen wie sonst im Konzert wird es Tische wie bei einem Empfang geben”, berichtet Dirigent Berretz. „Die Musikgesellschaft spricht nicht nur ein klassisches Konzert-Publikum an, sondern alle Eschweiler mit verschiedenen Musik-Geschmäckern”. Nach dem Freiluft-Konzert beim Stadtjubiläum 2008 öffnet sich die Musikgesellschaft erneut auch Zuhörern, die nicht regelmäßig Bach oder Schubert auf dem CD-Player oder im Auto-Radio bereit halten.

„Wir bieten ein lockeres Potpourri von sinfonischer Musik über Oper und Operette bis hin zum Musical”, macht der musikalische Leiter Appetit auf das Konzert. Den gesellligen Charakter unterstreicht auch die Moderation. Nach der Begrüßung durch die Vorsitzenden von Chor und Orchester - Cornlia Schwarz-Misere und Thomas Graaff - führt Peter Adrian in wiewohl fachlich fundiertem Plauderton durch das Programm.

„Wir wollen nicht nur uns selbst darstellen, sondern Freunde an unserem Geburtstag teilhaben lassen”, so Horst Berretz weiter. Ein musikalisches Ständchen bringen in Weisweiler unter anderem der Städtische Chor Alsdorf, die Sopranistin Dawn Mary Flynn-Sirrenberg, der Junge Chor Nothberg, die Musikschule der Stadt Eschweiler sowie der Eschweiler Chor „Cantabile” dar. Als erfahrener Klavierbegleiter - unter anderem bei den „Zigeunerliedern” von Brahms - konnte Theo Palm gewonnen werden, während der vielseitige Musiker Johannes Flamm beim 2. und 3. Satz von Mozarts berühmtem Klarinetten-Konzert mit dabei ist.

Eben fiel schon der Name von Johannes Brahms: An diesem Komponisten arbeiten Chor und Orchester der Städtischen Musikgesellschaft verstärkt ihre Fähigkeiten nach dem Jubiläumskonzert ab. „Als ich den Vorschlag machte, einmal das Deutsche Requiem von Brahms aufzuführen, gab es viel Zustimmung, ja Begeisterung”, plaudert Berretz aus dem Nähkästchen der letzten Proben. Die meisten seiner Schützlinge kennen das Werk nur vom Hören, eine Erstaufführung ist also eine echte Herausforderung. Dieses Werk - eine in Bibel-Worten und Musik ausgedrückte tröstliche Botschaft im Angesicht von Tod und Trauer - bietet sich auch deshalb an, weil die Musikgesellschaft ihr Winterkonzert diesmal nicht am letzten Advents-Wochenende gibt. „Das ist 2012 zu dicht dran an Heiligabend. Daher treten wir nicht mit weihnachtlichen Weisen, sondern im Trauer-Monat November mit dieser großartigen und zu Herzen gehenden Musik auf”, begründet Berretz Werkwahl und Konzertdatum.

Zuletzt hatte es 2006 so eine Konstellation gegeben: Damals war in St. Peter und Paul das Requiem von Mozart als Herbstkonzert aufgeführt worden.
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