Städtische Musikgesellschaft begeistert beim Frühjahrskonzert

Von: ker
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Widmete sich sehr anspruchsvoller Literatur beim Frühjahrskonzert, der „Carmina Burana” von Carl Orff: die Städtische Musikgesellschaft mit ihrem Leiter Horst Berretz. Foto: Hans-Leo Recker

Eschweiler. Ovationen gab es für eine rundum gelungene packende Aufführung der „Carmina Burana” von Carl Orff durch die Städtische Musikgesellschaft Eschweiler bei deren Frühjahrskonzert im Schulzentrum Stadtmitte.

Ein verdienter Dank an alle Mitwirkenden, die den großen Anforderungen, die dieses Werk stellt, voll gerecht wurden. Denn die dreiteilige Vertonung lateinischer und deutscher Studenten- und Vagantenlieder aus dem Mittelalter, diese elementaren Gesänge vom Frühling, von der Lebenslust und der Liebe verlangen volle Konzentration, viel Ausdruck und starke musikalische Kompetenz.

Und daran mangelte es bei keinem. Horst Berretz war dabei ein äußerst engagierter Leiter, der den großen Orchesterapparat mit der für die Orff´sche Musik typischen Schlagwerkgruppe und den beiden Klavieren sowie die drei Solisten und den vielfach geforderten Chor umsichtig und sicher über alle rhythmischen und tonalen Klippen führte. Demzufolge spielte das Orchester klanglich und dynamisch reich differenziert, begleitete Chor und Solisten mit viel Sorgfalt und blieb bei aller turbulenten Rhythmik und Musizierfreude exakt und sicher.

Überraschende Klangfarben

Gleiches galt für das von Josef Nießen geführte Schlagwerk-Ensemble, das im Zusammenwirken mit den beiden bestens aufgelegten Pianisten Lydia Hilgers und Theo Palm für überraschende Klangfarben und eine pulsierende vorwärts drängende ostinate Rhythmik sorgte.

Dem standen die Beiträge der Solisten und des Chores in nichts nach. Frans Kokkelmans begeisterte mit seinem sehr wandlungsfähigen, in allen Lagen präsenten Bariton, Sängerin Milena Gurova beeindruckte durch ihren lyrischen Sopran und Tenor Kwon-Shik Lee wusste mit einer Buffokantilene sehr zu gefallen. Ein Terzett, das der gesamten Aufführung viel Glanz verlieh.

Und dies schaffte auch der Chor, der seine umfangreiche Aufgabe konzentriert anging und dabei über sich hinaus wuchs. So konnte er die vielfältigen Stimmungen dieser Komposition, dieses faszinierende Szenario aus Fröhlichkeit und Ausgelassenheit, aus Rausch und Ekstase, Spott und Koketterie, aber auch die Innigkeit und Zartheit so mancher Verse sehr gut umsetzen und mit dazu beitragen, dass die „Carmina Burana” zum Höhepunkt dieses Konzerts wurde.

Begonnen hatte der Abend mit der 1. Peer-Gynt-Suite von Edvard Grieg, der vier Sätze aus „Bilder einer Ausstellung” von Modest Musorgskij folgten. Beide Darbietungen komplettierten das Konzert, das so zu einem begeistert aufgenommenen Musikerlebnis wurde.
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