Stadtpark: Kaum Müll, aber immer noch ein Hundeklo

Von: Tobias Röber, Sonja Essers
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Ein gefüllter Spender mit Hundekotbeuteln ist im Stadtpark zwar vorhanden, genutzt wird dieser allerdings so gut wie gar nicht. Foto: Sonja Essers

Eschweiler. Wer sich die Grünflächen in der Indestadt im vergangenen Jahr einmal genauer ansah, der stellte schnell fest, dass von Erholung dort mitunter keine Spur sein konnte. Ausgedrückte Zigaretten, Scherben sowie Glas- und Plastikflaschen dominierten sowohl das Bild im Stadtpark, als auch im Park am Senioren- und Betreuungszentrum an der Johanna-Neuman-Straße.

Dort hatte man vor allem mit Vandalismus zu kämpfen, wie Heimleiter Bernhard Müller Ende des vergangenen Jahres berichtete. Grund genug für uns, die Parks ein halbes Jahr später wieder unter die Lupe zu nehmen.

Probleme dieser Art scheinen jedoch der Vergangenheit anzugehören. Wer in diesen Tagen im Park an der Johanna-Neuman-Straße das schöne Wetter genießen möchte, trifft weder auf zerstörte Spielgeräte und Bänke, noch auf Müll. „Unsere Situation hat sich sehr verbessert“, sagt Müller. Das war in den zurückliegenden Herbstferien noch ganz anders.

Bewohner hatten Angst

Regelmäßig trafen sich Jugendliche und verwüsteten das liebevoll gestaltete Gelände, das neben einem Mehr-Generationen-Spielplatz auch eine Minigolfbahn, verschiedene Spielgeräte, ein Rückenmassagegerät und einen Beintrainer umfasst. Nicht nur die Minigolfbahn wurde von den jungen Erwachsenen beschädigt. Auch eines der Ziergitter wurde heraus gerissen. „Unsere Bewohner hatten Angst, diesen Weg am Spielplatz vorbei zu gehen“, sagte Müller damals. Der Heimleiter zog daraus Konsequenzen und stellte einen Wachmann ein, der während der Herbstferien für Ordnung sorgte.

Seitdem herrsche auf dem Gelände Ruhe, berichtet Müller, der hofft, dass dieser Zustand anhält. „Im Winter ist es zu kalt, um sich draußen aufzuhalten, aber sobald das Wetter gut wird, kommen natürlich auch wieder viele Jugendliche nach draußen.“ Zwar konnte der Wachmann seine Tätigkeit nach den Herbstferien wieder einstellen, ob dies jedoch auch in den kommenden Monaten so bleiben wird, werde sich zeigen, meint Müller.

Probleme gab es auch im Stadtpark. Während im Sand des Spielplatzes zahlreiche Zigarettenkippen lagen, fand man hinter den Büschen leere Feuerzeuge, Kondome und halbvolle Pizzakartons. Und das war noch längst nicht alles. Einige Parkbesucher hatten den Platz hinter dem Ehrenmahl sogar als öffentliche Toilette genutzt. Von Müll ist in diesen Tagen allerdings keine Spur. Im Gegenteil. Am Mittwochvormittag sorgten einige Mitarbeiter des WBE für Sauberkeit.

Positiver Trend

Ein großes Problem ist jedoch nach wie vor der Hundekot, der im gesamten Park verteilt anzutreffen ist. Und das, obwohl am Eingang ein voller Spender mit Hundekotbeuteln steht. Was in Weisweiler laut Ordnungsamtsleiter Edmund Müller gut funktioniert, muss sich im Stadtpark wohl nach wie vor erst bewähren.

„Wir haben dort gerade erst neue Beutel angebracht“, sagt Edmund Müller, der dennoch einen positiven Trend in Sachen Ordnung und Sauberkeit ausmacht.

Wir haben uns nicht nur in der Innenstadt, sondern auch in den Vororten einmal genauer umgesehen. Auf dem Röher Freizeitplatz hat man das „Hundekot-Problem“ lösen können. Auf der so genannten Hundewiese können sich die Vierbeiner erleichtern und sich austoben. So bleibt der Sportplatz, auf dem unter anderem Fußballtore angesiedelt sind, schön sauber.

Naturfreunde räumen auf

Auch im Park in Weisweiler (Auf dem Driesch) gibt es kaum etwas zu beanstanden. Müll findet man hier so gut wie gar nicht, weder auf dem Spielplatz, noch in der Nähe der Grillhütte. Dafür fällt dem aufmerksamen Betrachter jedoch etwas anderes ins Auge: Eine Parkbank, die aus der Verankerung gerissen wurde, steht in der Mitte eines Gehweges. Auch der Müll im Gebüsch dahinter, zudem mehrere Flaschen sowie ein Bierfass gehören, deuten eher auf eine Party unter freiem Himmel.

Obwohl auch an der Grillhütte in Dürwiß regelmäßig gefeiert wird, ist dort von Müll keine Spur. Erst vor wenigen Wochen sorgten die Naturfreunde Eschweiler mit ihrem traditionellen Frühjahrsputz dafür, dass rund um das Freibad Sauberkeit einkehrte. Zwölf Müllsäcke voller Unrat, darunter etliche Bier- und Vodkaflaschen sowie Verpackungen einer großen Fast-Food-Kette, kamen bei der Aktion, die bereits seit über 20 Jahren stattfindet, zusammen.

Alle, die für Sauberkeit und Ordnung auf diesen Plätzen zuständig sind, wissen auch, dass erst mit dem Beginn der wärmeren Jahreszeiten wieder mehr los ist. Und natürlich hoffen sie, dass der positive Trend anhält.

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