Stadtmeisterschaft: Positive Atmosphäre in der Kaiserhalle

Von: ran
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Berger-Preuß-Schlussmann Bastian Reuter (links) wurde zum besten Torhüter gekürt. Thomas Kugel durfte sich gleich zweimal freuen: Der Torjäger des SV St. Jöris wurde mit neun Treffern Torschützenkönig und erzielte obendrein den 3600. Treffer in der Geschichte der Stadtmeisterschaften. Foto: Andreas Röchter
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Volles Haus: Die 27. Hallenfußball-Stadtmeisterschaft lockte an beiden Turniertagen viele Fußballfans in die Kaiserhalle. Foto: Andreas Röchter

Eschweiler. Zum Schlusspunkt erlebten die zahlreichen Zuschauer der 27. Hallenfußball-Stadtmeisterschaft, die an beiden Turniertagen die Tribüne der Kaiserhalle sehr gut füllten, dann doch noch Dramatik: Der SC Berger Preuß und Fortuna Weisweiler, die bis zum Endspiel jeweils sieben Siege eingefahren hatten, lieferten sich ein würdiges Finale, dessen Spannungsbogen seinen Höhepunkt im Neunmeterschießen fand.

Dort brillierten vor allem die Torhüter. Berger-Preuß-Schlussmann Bastian Reuter, der zum besten Torwart des Turniers gekürt wurde, parierte gleich den ersten Fortuna-Strafstoß, während sein Mannschaftskamerad Moritz Krieger den Fortuna-Keeper Marcel Jesse verlud. Dieser behielt in den beiden nächsten Duellen die Oberhand, doch Bastian Reuter tat es ihm gleich, so dass es nach jeweils drei Schützen nach wie vor 1:0 für die Berger Preußen stand.

Die Fortunen Sascha Jesse und Recep Oeszoy trafen anschließend, doch auch Timo Kowallik verwandelte seinen Neunmeter. Somit hatte Paskal Reddig als zehnter Schütze beim Stand von 2:2 die Entscheidung auf dem Fuß. Der Berger-Preuß-Stürmer behielt die Nerven und jagte den Futsal-Ball in das von ihm aus gesehene linke untere Eck. Das 3:2 im Neunmeterschießen bedeutete den 6:5-Gesamtsieg für den A-Liga-Aufsteiger. Nach den Titelgewinnen für den SV Nothberg im Jahr 1993 und Preußen Hastenrath in 2011 trug sich nun also der noch junge Fusionsverein in die Siegerliste ein.

Danach hatte es zur Halbzeit des Finales nicht unbedingt ausgesehen. Recep Oeszoy brachte die Fortuna, die als amtierender Feldfußball-Stadtmeister das Double anstrebte, per trockenem Flachschuss bereits in Minute zwei in Führung, die Rudi da Silva vier Minuten später auf 2:0 ausbaute. Zwar verkürzte Thimo Grubert kurz darauf auf 1:2, doch als Tolgay Uluat einen Alleingang zum 3:1 für die Fortuna, die sich zu diesem Zeitpunkt in Unterzahl befand, erfolgreich abschloss, sprach viel für Weisweiler.

Weit gefehlt: Im zweiten Durchgang fand zunächst ein Weitschuss von Moritz Krieger an zahlreichen Beinen vorbei den Weg in das Fortuna-Tor, bevor Thimo Grubert den von den zahlreichen und lautstarken Berger-Preuß-Anhängern umjubelten Ausgleich zum 3:3 erzielte. Die Partie wogte hin und her, die Entscheidung in der regulären Spielzeit wollte allerdings nicht fallen.

Bis zum Finale verlief die Endrunde der letzten Acht recht unspektakulär. Lediglich Titelverteidiger SV St. Jöris schien in die Phalanx der beiden A-Ligisten eindringen zu können. Der ungeschlagene Spitzenreiter der Kreisliga B bezwang in seiner ersten Endrundenpartie die ESG knapp mit 2:1, unterlag dann in der Neuauflage des Vorjahresfinales Fortuna Weisweiler mit 0:1, hielt sich aber gegen den SCB Laurenzberg nach 1:2-Rückstand mit 6:2 schadlos. In diesem Spiel legte Thomas Kugel mit vier Toren die Grundlage im Kampf um den Titel des Torschützenkönigs, den er letztlich mit neun Treffern gewann.

Auch im Halbfinale war er erfolgreich, als er gegen den späteren Turniersieger eine Vorlage von Burak Koraman geschickt zum 1:1 abfälschte. Den Preuß-Treffern von Max Hüskens kurz vor dem Seitenwechsel und Timo Kowallik Mitte des zweiten Abschnitts blieb der SV St. Jöris die Antwort jedoch schuldig. Kein Beinbruch für die Lisowski-Truppe, die im Punktspielbetrieb ja noch ein ganz heißes Eisen im Feuer hat.

Ausrichter Rhenania Eschweiler verspielte die Chance auf die Halbfinalteilnahme innerhalb von 15 Sekunden. In ihrer ersten Endrundenbegegnung gegen den Eschweiler FV lag die Mannschaft von der Pumpe nach Toren von Dennis Bündgens und Christoph Claßen, bei einem Gegentreffer von Robert Müller, bis eben 15 Sekunden vor Schluss mit 2:1 vorne. Dann glich Farid Aikar per technischem Kabinettstückchen zum 2:2 aus, bevor Youssouf Awissi mit der Schlusssirene zum 3:2 für den EFV traf.

Das anschließende 1:4 gegen den Berger Preuß besiegelte das Aus der Rhenania, während der EFV die Gunst der Stunde nutzte, in einer abwechslungsreichen Partie gegen Falke Bergrath nach 1:3-Rückstand mit 5:4 gewann und den Einzug in das Semifinale perfekt machte. Dort verschlief das Team vom Wetterschacht jedoch die Anfangsphase, so dass Fortuna Weisweiler nach Toren von Oliver Janowski und Stefan Filster sowie einem EFV-Eigentor im Handumdrehen mit 3:0 vorne lag und die Partie schließlich mit 5:2 souverän über die Bühne brachte.

Die beiden C-Ligisten SCB Laurenzberg und Falke Bergrath blieben in der Endrunde ohne Punkt und auch für die ESG war nach Niederlagen gegen St. Jöris und Weisweiler sowie einem zwischenzeitlichen Erfolg über Laurenzberg in der Gruppenphase Endstation.

Was sonst noch auffiel: Bis auf ganz wenige Ausnahmen, die wie immer die Regel bestätigen, hatten Spieler, Trainer, Betreuer und auch Zuschauer ihre Emotionen absolut im Griff. So herrschte eine positive Atmosphäre ohne übertriebene Aggressivität. Sicherlich auch ein Verdienst der Schiedsrichter, die durchweg souveräne Leistungen ablieferten. So entstand zwischen den Spielern und den Unparteiischen ein Miteinander statt ein Gegeneinander. Prima!

Organisatorisch hatten die Verantwortlichen von Ausrichter Rhenania Eschweiler um den Vorsitzenden Dieter Bildstein und Geschäftsführer Wilfried Pütz, Veranstalter Sparkasse und das Organisationsteam um Matthias Hanf, Hallensprecher Tim Schmitz und Willi Greven (nahezu) alles im Griff. Lediglich die Anzeigetafel sorgte während der ersten beiden Spiele der Vorrunde am Samstagnachmittag für ein paar Probleme, bis Willi Greven den richtigen Schalter betätigte und Spieler sowie Publikum beruhigte. So konnten Sparkassen-Gebietsdirektor Klaus Wohnaut und Schirmherr Rudi Bertram diesmal ein durchweg positives Fazit ziehen.

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