Stadtmeister St. Jöris setzt sich in spannender Endrunde durch

Von: Andreas Röchter
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Gut besucht: Traditionell besuchten viele Zuschauer die Hallenfußball-Stadtmeisterschaft. Foto: Andreas Röchter

Eschweiler. Einen Torrekord gab‘s bei der 26. Hallenfußball-Stadtmeisterschaft der Sparkasse, die vom SCB Laurenzberg in der Kaiserhalle ausgerichtet wurde. Mit 199 Toren in 30 Spielen wurde der „Uralt-Rekord“ aus dem Jahr 1992, damals konnten 165 Treffer notiert werden, nahezu pulverisiert.

Stefan Filster erzielte mit dem 3:1 für seine Weisweiler Fortuna im Endrunden-Gruppenspiel gegen Falke Bergrath das Rekordtor, dem noch 33 weitere folgen sollten. Den finalen Schuss der Titelkämpfe setzte Kevin Gulba, der mit seinem sicher verwandelten Strafstoß das Neunmeterschießen gegen Fortuna Weisweiler zu Gunsten des SV St. Jöris entschied und damit für den ersten Hallenstadtmeistertitel in der Vereinsgeschichte sorgte.

Die anschließende Feier der „neuen Nummer eins der Stadt“ fiel umso ausgelassener aus, da sich die Verletzung von Tobias Streußer, die dieser sich während des Endspiels ohne Fremdeinwirkung zugezogen hatte, als weniger schwerwiegend (schwere Prellung) herausstellte als zunächst befürchtet. Wie immer bot die Fußball-Hallenstadtmeisterschaft mehrere Aspekte, die es zu beleuchten lohnt:

Die sportliche Bilanz: Der SV St. Jöris wurde vollkommen verdient Stadtmeister. Der B-Ligist zog mit sechs Siegen und einem Unentschieden im letzten und bedeutungslosen Vorrundenspiel gegen Rhenania Eschweiler und einem Torverhältnis von 39:15 in das Finale ein, wo, ebenfalls zu Recht, Titelverteidiger Fortuna Weisweiler wartete. Dieser wurde seiner Favoritenrolle bis zum Endspiel durchaus gerecht. Die Kicker des Ausrichters qualifizierten sich nach einem Remis (4:4) gegen Lohn und einem 6:3 über Hehlrath für die Endrunde, in der sie die Gunst der Stunde und des Spielplans nutzten und mit einem 7:1 über den nicht mehr vollbesetzten Eschweiler FV in die Runde der letzten Vier einzogen.

Nie wirklich in das Turnier hinein fand der SC Berger Preuß, der das Vorrunden-Aus am Samstag zwar noch abwenden konnte und in der Endrunde immerhin vier Zähler nach zwei Spielen aufwies, dann jedoch gegen den späteren Turniersieger deutlich mit 2:5 unterlag.

Besorgnis- und fast schon mitleidserregend fiel der Auftritt von Germania Dürwiß aus: 0:3 gegen Bergrath, 0:8 gegen Weisweiler und 2:2 nach 0:2 gegen den Eschweiler FV lauten die nackten Zahlen. Die Germania, mit sieben Titeln immer noch Rekordsieger der Hallenfußball-Stadtmeisterschaften, hatte nie eine echte Chance aufs Weiterkommen.

Die Stimmung: Die neue, eigentlich uralte Umgebung in der Kaiserhalle tat dem Ambiente keinen Abbruch. Die fleißigen Helfer des SCB Laurenzberg sorgten für einen reibungslosen Ablauf, kleine Mikrofonpannen wurden vom bewährten Organisationsteam um Willi Greven, Wilfried Pütz, Helmut Brief und Matthias Hanf schnell behoben. Hallensprecher Tim Schmitz versorgte die Zuschauer mit Informationen.

Die Schiedsrichter und die Emotionen: Letztere waren einerseits zum Glück vorhanden und kochten andererseits auch nur relativ selten über. Dennoch scheint eine gewisse „Grundaggressivität“ gegenüber den Unparteiischen, deren Job in der Halle prinzipiell alles andere als einfach ist, inzwischen dazu zu gehören. Etwas weniger Theatralik bei Flugeinlagen seitens der Spieler, die auch immer wieder dazu beiträgt, die Zuschauer „hochzupushen“, wäre wünschenswert.

Natürlich waren die Schiedsrichterleistungen (genau wie die aller Spieler) nicht fehlerfrei. So ließ Schiedsrichter Peter Wackers das Endspiel weiterlaufen, als Tobias Streußer außerhalb des Spielfelds verletzt liegenblieb. Begründung: Der SV St. Jöris habe seine Mannschaft sofort auf vier Feldspieler aufgefüllt. Sicherlich eine diskutable Entscheidung.

Das Fazit des Ausrichters: Der SCB-Vorsitzende Egon Schumacher zeigte sich sehr zufrieden mit dem Verlauf des Wochenendes: „Wir hatten 20 Personen im Einsatz, die alle zum Gelingen der Veranstaltung beigetragen haben. Die Zahl der Zuschauer hat mich sehr gefreut. Die Zusammenarbeit mit dem Organisationsteam und den Verantwortlichen der Stadt hat sich bewährt und hervorragend funktioniert!“

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