Stadt sauer: Arge-Spitze geht nach Eschweiler

Von: Alfred Stoffels
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Aachen. Zwischen der Stadt Aachen und der Städteregion hängt der Haussegen schief. Am Wochenende verlässt die Zentrale der gemeinsamen Hartz-IV-Arge ihr angestammtes Quartier in der Zollernstraße und siedelt sich in Eschweiler an, im Gebäude des ehemaligen Kreisgesundheitsamtes.

Was wie ein simpler Umzug aussieht, hat im Aachener Rathaus großen Ärger ausgelöst. Dies deswegen, weil man eher per Zufall von der Angelegenheit erfahren habe, vor allem aber, weil eine ganz andere Verabredung getroffen worden sei. Und die gebe es schriftlich.

Laut Stadtpressesprecher Hans Poth ist in dieser Vereinbarung niedergelegt, dass Sitz der Arge-Spitze die Stadt Aachen sei und kein Standort „irgendwo anders”. Für Oberbürgermeister Marcel Philipp (CDU) Grund genug, dem Städteregionsrat Helmut Etschenberg (CDU) einen Brief zu schreiben, in dem große Verwunderung zum Ausdruck kommt. Anfang März soll der Vorgang auch beim Treffen der Verwaltungsvorstände aus Stadt und Städteregion zur Sprache kommen.

Zu ändern ist aber wohl nichts mehr, was die Sache aus Sicht der Stadt Aachen nicht angenehmer macht. Poth: „Es ist sinnvoll, Absprachen einzuhalten, denn sonst braucht man sie nicht zu machen.” Ähnlich äußert sich der OB in seinem Schreiben an Etschenberg, das denn auch dazu dienen soll, solche Abläufe in Zukunft zu verhindern.

30 Mitarbeiter wechseln

Etschenberg erklärte am Dienstag, die ganze Angelegenheit sei in der Tat „ein bisschen unglücklich” gelaufen, „der OB und ich haben das mal diskutiert, aber nicht zum finalen Ende gebracht”. Allerdings gebe es Dinge, die von größerer Problematik seien als der Umzug der Arge-Zentrale.

Nötig geworden ist der Wechsel aus Etschenbergs Sicht, weil es plötzlich eine Schwierigkeit gab: Auf Wunsch der Stadt sollte das neue Bildungsbüro noch unbedingter in Aachen bleiben. Das geschehe nun im alten Kreishaus an der Zollernstraße, dafür gehe die Arge-Spitze nach Eschweiler. Immerhin gebe es dort reichlich Platz nach dem Wegzug des Gesundheitsamtes in die Aachen-Arkaden am Bahnhof Rothe Erde.

Etschenberg: „Die betroffenen Mitarbeiter der Arge haben eh kein Problem damit, denn die meisten kommen aus dem alten Kreisgebiet.”

Derweil bereitet Arge-Geschäftsführer Stefan Graaf seinen und den Umzug von 30 Mitarbeitern vor, ab 9. Februar ist man in der Steinstraße 87 in Eschweiler untergebracht. Sein Stellvertreter bleibt mit rund 170 Bediensteten an der Roermonder Straße (Agentur für Arbeit), 140 weitere Arge-Mitarbeiter sind im Dienstleistungszentrum an der Neuenhofstraße tätig, dazu kommen die Kollegen in den einzelnen Gemeinden der Städteregion.
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