Stadt nutzt Förderung und schafft sieben neue Stellen

Von: Lars Brepols
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Machen Werbung für den Beschäftigungszuschuss: Rudi Bertram, Stefan Graaf, Hans Schreiber und Karl-Josef Schillings (v.l.n.r.). Foto: Brepols

Eschweiler. „Jeder Arbeitslose hat ein Potenzial, was er für Eschweiler einbringen könnte”, sagt Stefan Graaf, Geschäftsführer der Arge im Kreis Aachen. Die Stadt Eschweiler hat das schlummernde Vermögen erkannt und zum 1. Februar sieben neue Mitarbeiter eingestellt, zunächst befristet bis zum 31. Januar 2010.

Möglich ist dies durch den so genannten Beschäftigungszuschuss (BEZ), der im Sozialgesetzbuch II festgehalten ist.

Ziel ist es, Langzeitarbeitslosen die Perspektive zu einer dauerhaften Erwerbstätigkeit zu eröffnen und die Chance zu geben, sich auf dem 1. Arbeitsmarkt zu integrieren. „Die Stadt Eschweiler geht mit gutem Beispiel voran”, verdeutlicht Karl-Josef Schillings, Job-Center-Leiter in Eschweiler.

Dabei richtet sich das Förderangebot nicht nur an öffentliche bzw. kommunale Einrichtungen, sondern auch private Unternehmen können davon profitieren. Jeder Arbeitgeber kann zunächst für bis zu zwei Jahre den BEZ erhalten, der maximal 75 Prozent des Bruttolohns ausmacht.

Das Angebot soll Arbeitgebern die finanzielle Möglichkeit eröffnen, Mitarbeiter für leichte, unterstützende Arbeiten einzustellen. „Im privaten Bereich nimmt das Ganze langsam Fahrt auf. Neun Förderungen laufen derzeit”, sagt Graaf, der - wie Schillings - hofft, dass mehr Eschweiler Unternehmen das Angebot künftig nutzen.

Laut Schillings stehen 133 Bewerber sofort bereit, die von den Eschweiler Job-Vermittlern ausgewählt wurden und einen Gewinn für die Betriebe darstellen würden.

Dabei handelt es sich um Bewerber mit Vermittlungshemmnissen, wie beispielsweise höheres Alter, fehlende Berufsqualifikation, Migrationshintergrund, Schuldenprobleme oder gesundheitliche Einschränkungen. Ein Zuschuss für eine begleitende Qualifizierung von monatlich bis zu 200 Euro (beschränkt auf maximal zwölf Monate) soll das Angebot zudem attraktiv machen.

„Die Arbeitgeber stehen durch die Wirtschaftskrise derzeit unter enormem Druck. Bevor endgültige Entscheidungen getroffen werden, sollten alle Fördermittel ausgeschöpft werden”, verdeutlicht Bürgermeister Rudi Bertram.

Die neuen Mitarbeiter der Stadt wurden unter anderem in den Bereichen Forst und Schulhausmeister eingestellt. Da die Stadt 25 Prozent des Bruttolohns übernehmen muss, belastet dies die Personalkosten zusätzlich mit rund 175.000 Euro jährlich.

„Der Kreis finanziert dies aus einem Sonderprogramm. Auf die Stadt kommen nur geringfügige Kosten zu”, beruhigt Hans Schreiber, Leiter des Personalamtes der Stadt Eschweiler. Weitere Informationen erhalten Arbeitgeber bei Claudia Thienert von der Arge unter 02402/97436-145.
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