St.-Antonius-Hospital: Zusammenarbeit ist Herzensangelegenheit

Von: red
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Neben der Uniklinik der RWTH die Nummer 1 in Sachen interventionelle Kardiologie in der Region: das St.-Antonius-Hospital. Foto: Rudolf Müller/SAH

Eschweiler/Aachen. Eschweilers St.-Antonius-Hospital sucht weitere Kooperationen. Nach der umstrittenen Verlagerung der Geburtsklinik ans Stolberger Bethlehem-Krankenhaus sind jetzt die Weichen für eine enge Zusammenarbeit mit der Uniklinik der RWTH gestellt.

Die Uniklinik der RWTH Aachen und das St.-Antonius-Hospital Eschweiler wollen künftig für eine bestmögliche medizinische Versorgung auch inhaltlich gemeinsame Wege gehen. Um die bestehenden Versorgungsstrukturen und -kompetenzen zu vernetzen und den höchstmöglichen Qualitätsstandard sicherzustellen, haben die beiden Kliniken für Kardiologie den „Qualitätsverbund Interventionelle Kardiologie“ gegründet.

Der Verbund ermöglicht die Etablierung und Umsetzung definierter Qualitätskonzepte sowie eine kooperative Weiterentwicklung durch abgestimmte Fortbildungsangebote. Ziel ist es, jedem Patienten die bestmögliche Versorgung zukommen zu lassen.

Der Qualitätsverbund, so betonen die Partner, stehe für die Sicherstellung und Weiterentwicklung einer qualitativ hochstehenden, vernetzten kardiologischen Versorgung. Damit gebe er auch eine Antwort auf die demographische Entwicklung und den weiter wachsenden Bedarf an Herzmedizin.

„Die Kooperation in einer tragfähigen kardiologischen Versorgungsstruktur nützt allen Beteiligten: an erster Stelle den Patienten, aber genauso den medizinischen Leistungserbringern im ambulanten und stationären Bereich – beispielsweise Kardiologen, niedergelassenen Ärzten und ambulanten Diensten“, heißt es seitens der Beteiligten. Die jeweilige Spezialisierung der beiden Standorte soll erhalten bleiben: So wird beispielsweise ein kathetergestützer perkutaner Aortenklappenersatz (TAVI) auch künftig innerhalb des Qualitätsverbunds an der Uniklinik RWTH Aachen stattfinden.

Qualität in der Praxis

Wie sich der Zusammenschluss zum Qualitätsverbund auf die tägliche Arbeit auswirkt, erklärt Univ.-Prof. Dr. med. Nikolaus Marx, Direktor der Klinik für Kardiologie, Pneumologie, Angiologie und Internistische Intensivmedizin an der Uniklinik RWTH Aachen. „Wir werden gemeinsame Fallkonferenzen durchführen und verbindliche Qualitätsrichtlinien aufstellen. So wird eine hohe Behandlungsqualität für die kardiologischen Patienten der Städteregion Aachen gewährleistet.“

Zur Vermeidung von Komplikationen und zur Verbesserung der Patientensicherheit sei zudem ein „Critical Incidence Reporting System“ (CIRS) etabliert, das kritische Situationen systematisch erfasst und in regelmäßigen Konferenzen analysiert.

Die Abteilungen veranstalten zahlreiche theoretische und praktische Workshops für Interventionskardiologen. Neben den regelmäßigen CIRS-Konferenzen ist die systematische Erfassung von Qualitätsdaten ein zentrales Instrument zur Qualitätssicherung.

Prof. Dr. med. Uwe Janssens, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin und Internistische Intensivmedizin am St.-Antonius-Hospital: „Die notfall- und intensivmedizinische Versorgung kritisch herzkranker Patienten steht ebenfalls im Fokus unserer gemeinsamen Strategie. Auch auf diesem Gebiet werden wir zukünftig noch enger zusammenarbeiten und die bestehenden Strukturen weiter optimieren und aufeinander abstimmen.“ Gemeinsame notfall- und intensivmedizinische Weiterbildungen im pflegerischen und ärztlichen Bereich runden das Konzept ab.

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