St.-Antonius-Hospital: „Aktive Mittagspause“ gegen die Reformpläne

Von: se
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Ein Zeichen nach Berlin: Mitarbeiter des St.-Antonius-Hospitals ließen am Mittwoch Ballons steigen. Sie wollen eine Nachbesserung der geplanten Krankenhausreform erreichen. Foto: S. Essers

Eschweiler. Rund 150 Mitarbeiter des St.-Antonius-Hospitals setzten Mittwochmittag ein Zeichen. Mit zahlreichen grünen Luftballons ausgestattet, versammelten sie sich auf dem ehemaligen Hubschrauberlandeplatz hinter dem Elisabethheim. Der Grund: Am Mittwoch fand ein bundesweiter Aktionstag der Krankenhäuser für eine Nachbesserung der geplanten Krankenhausreform statt.

Während Elmar Wagenbach, Geschäftsführender Vorstand des Hospitals, und Pflegedirektorin Roswitha Brenner in Berlin an einer großen Zentralveranstaltung teilnahmen, wurden sie von ihren Mitarbeitern aus der Indestadt mit der Aktion „Aktive Mittagspause“ tatkräftig unterstützt.

Für einige Minuten unterbrachen Ärzte, Schwestern, Pfleger, Handwerker und die Geschäftsführung ihre Mittagspause und protestierten damit gegen die geplante Krankenhausreform, die zwar Verbesserungen verspreche, handfeste Kürzungen jedoch nicht erwähne. In Krankenhäusern führe dieses Vorhaben zu großem Unverständnis.

Geleitet wurde die Aktion von Sebastian Baum, kaufmännischer Direktor und stellvertretender Geschäftsführender Vorstand. Die Deutsche Krankenhausgesellschaft hatte den Mitarbeitern des Hospitals Luftballons zur Verfügung gestellt, die mit Postkarten versehen und symbolträchtig gen Himmel entsandt wurden. Ein Foto von der Aktion wurde umgehend nach Berlin weitergeleitet. Zusammen mit vielen weiteren Bildern aus der gesamten Bundesrepublik war dieses Bestandteil einer Diashow, die auf einer Leinwand vor dem Brandenburger Tor gezeigt wurde.

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