St.-Antonius-Hospital: Abschied von der Anästhesie

Von: Verena Richter
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Neuer Lebensabschnitt: Auf Dr. Michael Dück (Mitte) und Dr. Hans-Georg Lühr (rechts) kommen neue Aufgaben zu. Dr. Andreas Frick wünscht beiden viel Erfolg. Foto: Verena Richter

Eschweiler. Der Abschied fiel Dr. Hans-Georg Lühr sichtlich schwer. Kein Wunder, nach über 25 Jahren als Chefarzt der Klinik für Anästhesie im Eschweiler St.-Antonius-Hospital gehört der Beruf zum Leben und die Kollegen fast zur Familie.

Doch irgendwann kommt nun einmal der Tag, an dem der Ruhestand beginnt, so auch für Hans-Georg Lühr, der nun in einer Feierstunde verabschiedet wurde.

Das Augenmerk galt aber zuerst jemand anderen: Lührs Nachfolger Dr. Michael Dück. „Wir sind sehr glücklich darüber, dass Sie sich für uns entschieden haben. Sie übernehmen eine gute Abteilung, die mit motivierten Mitarbeitern auf hohem Niveau arbeitet”, begrüßte Dr. Christian Karl, der ärztliche Direktor, den „Neuen”, auf den jetzt viel Arbeit zukommen wird.

Fürchten muss sich Michael Dück aber sicher nicht. Wie den Worten von Dr. Walter Buzello, der die Laudatio auf den neuen Chefarzt hielt, zu entnehmen war, ist Dück nicht nur ein hervorragend ausgebildeter Mediziner sondern auch eine „gereifte Persönlichkeit, die zwar fortschrittlich denkt, den Patienten dabei aber niemals aus den Augen verliert”. Außerdem habe Michael Dück auch ein Gespür für Zahlen, was angesichts der Verwaltungsarbeit von großem Vorteil sei. Immerhin hat Michael Dück nach seinem Medizinstudium auch noch Mathematik und Philosophie studiert.

Dück selbst freut sich auf seine neue Aufgabe. Als er vor einem Jahr zum ersten Mal von Köln nach Eschweiler gekommen sei und das Krankenhaus aufgesucht habe, sei ihm schnell klar gewesen, dass er sich im St.-Antonius-Hospital wohlfühlen wird. „Und ich hatte von Anfang an das Gefühl, âdas ist eine gute AbteilungÔ”, bescheinigte auch er seinem Vorgänger Hans-Georg Lühr eine erstklassige Leistung. An die will Michael Dück anknüpfen und dabei auch neue Methoden einführen, damit auch er - wenn er einmal in den Ruhestand geht - „eine ähnlich gute Abteilung abgeben kann”.

Doch nicht nur die medizinische Arbeit von Hans-Georg Lühr spreche für sich, erklärte Kuratoriumsleiter Dr. Andreas Frick. Auch menschlich habe er stets in richtigen Weg gefunden, egal ob es im Umgang mit jungen Kollegen oder mit Patienten war, so Laudator Andreas Frick: „Sie haben ein sehr gutes Klima in Ihrem Mitarbeiterstab etabliert und es zum Wohle unserer Patienten über ein Vierteljahrhundert gepflegt. Das verdient höchsten Respekt und Dank.”

Dass sich der 65-Jährige in seinem Ruhestand langweilen wird, davon geht Andreas Frick nicht aus. Dafür pflege der ehemalige Chefarzt genügend Hobbys, so dass es „bei Ihnen zu Hause sicher kein âPapa-ante-portasÔ-Syndrom geben wird”, erklärte Andreas Frick vor den zahlreichen Gästen.

Der Vielgelobte selbst schien sich allerdings noch nicht so richtig mit dem neuen Lebensabschnitt arangiert zu haben. „Ich bin froh, dass Sie mir alle beistehen. Das ist ja nicht ganz so einfach”, ließ er zu Beginn seiner Rede die Zuhörer wissen, denen er danach verriet, weshalb er sich überhaupt dazu entschieden hatte, Anästhesist zu werden. Eigentlich wollte er ja „ein richtiger Arzt - also Internist” werden.

Es war dann mehr oder weniger Zufall, dass er als junger Arzt doch die andere Laufbahn eingeschlagen hat. Kein schlechter Weg, der den Münchener sogar bis an die Elite-Universität Harvard in den USA führte. Und schließlich als Chefarzt an das St.-Antonius-Hospital, wo er sich offenkundig immer sehr wohl gefühlt hat. Auch wegen der „hervorragenden Arbeit der vielen Ärztinnen und Ärzte, Schwestern und Pflegern”, denen Hans-Georg Lühr ausdrücklich dankte. „Ohne Sie würde die Klinik nicht da stehen, wo sie heute steht”, erklärte er.
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