„Spurensuche”: Eschweiler Willi Zimmermann stellt aus

Von: kaba
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Aus Glas und Metall verbildlic
Aus Glas und Metall verbildlichte Willi Zimmermann ein Gedicht von Baudelaire: „Entsprechungen”. Foto: Katja Bach

Eschweiler. Normalerweise gibt es bei einer Vernissage einen Laudator, der etwas über den Künstler sagt. „Den schenke ich mir heute”, begann Willi Zimmermann seine Eröffnungsrede, bevor er selbst über sich als Künstler und seinen Werdegang sprach.

Zimmermann wurde in Eschweiler geboren und besuchte als Kind die katholische Volksschule Eschweiler und begann später im Betrieb seines Vaters eine Lehre.

Sein Vater war Kupferschmiedemeister, weshalb Zimmermann schon früh den Umgang mit Metallen kennen lernte. Hier liegen wohl auch die Ursprünge dafür, dass seine heutigen Kunstwerke überwiegend aus Blei, Messing und Glas gefertigt sind. Der gelernte Maschinenbauingenieur hat keine Kunstakademie besucht und lebte seine künstlerische Ader zunächst im Verborgenen aus, bevor er durch einen Freund den Mut hatte, in die Öffentlichkeit zu gehen.

Viele Besucher bei der Eröffnung

Und seine Werke finden Anklang. Bei der Eröffnungsveranstaltung zur Ausstellung unter dem Titel „Spurensuche” kamen viele, um seine Kunst zu bewundern. Bis Sonntag waren die Einzelstücke in der Dreieinigkeitskirche in Eschweiler ausgestellt. Willi Zimmermann wählte diesen besonderen Rahmen, da seine Kunstwerke auf religiösen oder auch historischen und mythischen Themen basieren, wie er erklärt.

Seine kreative Phase habe er dabei meist in den Wintermonaten, berichtet er weiter. „Wenn die Tage lang werden, dann kann ich mich am besten auf meine Kunst konzentrieren”, erzählt er. Und Willi Zimmermann hängt an seinen Meisterwerken. Wie er verrät, hat er jedes ins Herz geschlossen und ist ein wenig traurig, wenn eines davon verkauft wird.

Auch auf der Ausstellung vom Wochenende stand der Verkauf deshalb nicht im Vordergrund. „Meine Kunst soll wirken”, und eben keine pure Einnahmequelle sein. Deshalb wollte Zimmermann auch nichts zu einzelnen Kunstwerken sagen. „Über technische Details gebe ich gerne Auskunft, aber der Rest soll ein Dialog zwischen dem Objekt und dem Betrachtenden sein”, erklärte er seinen Gästen.

Und diese ließen sich nach seiner Rede auf diesen Dialog ein und betrachteten ausführlich die einzelnen Ausstellungsstücke.
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