Sportler des Jahres: Aushängeschilder über Stadtgrenze hinaus

Von: Sonja Essers
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Zahlreiche Sportler auf einem Haufen: Kleine und große Talente wurden Sonntagvormittag in der Sparkassen-Geschäftsstelle an der Marienstraße für ihre herausragenden Leistungen ausgezeichnet. Auch im kommenden Jahr sollen die Eschweiler Sportler, die zahlreich vertreten waren, geehrt werden, wie der Stadtsportverband bekannt gab. Foto: Sonja Essers
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Von Olympia-Hockey-Sieger Benjamin Wess (links) erhielt Charly Biernat (rechts) den Ehrenpreis des Stadtsportverbandes. Foto: Sonja Essers

Eschweiler. Wer sind Eschweilers Sportler des Jahres? Genau diese Frage sollte Sonntagvormittag in der Sparkassen-Geschäftsstelle an der Marienstraße geklärt werden. Dort hatten der Stadtsportverband Eschweiler um seinen Vorsitzenden Dr. Christoph Herzog sowie Klaus Wohnaut, Sparkassen-Gebietsdirektor, nämlich zur Sportlerehrung geladen und die Resonanz der Eschweiler Talente war beeindruckend.

In insgesamt zehn Kategorien (siehe Box) konnten die Eschweiler Vereine in den vergangenen Monaten Nominierungen einreichen. Eine Jury, bestehend aus Klaus Wohnaut, Dr. Christoph Herzog, Patrick Nowicki, Redakteur dieser Zeitung und Moderator der Veranstaltung, sowie Klaus Offergeld, Präsident des Regiosportbundes der Städteregion und Oliver Liebchen, Vorsitzender des Sportausschusses der Stadt Eschweiler, wählte daraus ihre Favoriten aus.

Keine einfache Aufgabe, schließlich konnten alle Vorgeschlagenen beeindruckende Leistungen in ihrer Sportart vorweisen. So auch Alina Steiner. Sie belegte bei der Landesmeisterschaft im Taekwondo den ersten Platz und durfte sich als eine der jüngsten Ausgezeichneten an diesem Morgen über einen gläsernen Pokal freuen.

Rückläufige Zahlen

Bis ins Jahr 1999 wurde die Sportlerehrung in der Indestadt jährlich veranstaltet. Das Problem damals: Immer weniger Sportler konnten sich dafür begeistern und so nahmen nicht nur die Teilnehmerzahlen stetig ab, sondern die Veranstaltung fiel 15 Jahre lang komplett aus. Dies sollte sich jedoch in diesem Jahr ändern. Von der Resonanz der Eschweiler Sportler waren die Verantwortlichen bereits im Vorfeld positiv angetan, wie Dr. Christoph Herzog wenige Tage vor der Veranstaltung erklärte (wir berichteten).

Wie wichtig die Ehrung für eine Stadt wie Eschweiler ist, machten Sonntagvormittag auch Bürgermeister Rudi Bertram und Klaus Wohnaut in ihren Ansprachen deutlich. Wohnaut, selbst begeisterter Sportler, meinte: „Sport vermittelt Werte wie Leidenschaft, Ehrgeiz, Fairness und Respekt. Wenn wir diese Werte auf die Gesellschaft übertragen würden, wären wir ein Stück weiter.“

Gerade in Zeiten, in denen der Sport mit allerhand Skandalen belastet sei, sei es umso schwerer junge Menschen dafür zu begeistern. „Deshalb ist es wichtig, dass der Sport wieder von unten wächst“, so Wohnaut.

Bürgermeister Rudi Bertram nutzte seine Ansprache nicht nur, um Trainern, Eltern und natürlich auch den Sportlern selbst für ihr Engagement zu danken. „Eine funktionierende Sportstadt trägt auch zum sozialen Frieden in einer Stadt bei“, meinte er. Schließlich habe der Sport eine übergreifende Aufgabe und sei ein wichtiger Bestandteil im Wirken einer Stadt.

Rund 14 000 Sportler gebe es derzeit in Eschweiler, erklärte Dr. Christoph Herzog. „Im Sport lernt man, dass man nicht immer als Sieger vom Platz gehen kann“, sagte er. Dass die indestädtischen Sportler diesen Spruch nur zu gut kennen, wurde während der Ehrungen in den einzelnen Kategorien deutlich. Von Enttäuschung war bei den Eschweiler Sportlern jedoch keine Spur, vielmehr freuten sie sich mit den Siegern. Denn Gewinner waren immerhin alle Nominierten, wie Sportausschuss-Vorsitzender Oliver Liebchen in seinem Grußwort meinte: „Diese Sportler sind Aushängeschilder und zwar nicht nur in Eschweiler, sondern auch über die Grenzen der Stadt hinaus.“

Einer von ihnen ist Charly Biernat, der in Eschweiler auch als „Mr. Olympia“ bekannt ist und bereits seit vielen Jahren Spitzensportler an die Inde holt. An diesem Morgen interviewte er Hockey-Olympia-Sieger Benjamin Wess. Was dann folgte stimmte den gebürtigen Stolberger sprachlos. Schließlich erhielt er für sein langjähriges Engagement den Ehrenpreis des Stadtsportverbandes.

Natürlich hatten die Verantwortlichen an diesem Vormittag auch für ein besonderes Rahmenprogramm gesorgt. So waren die vielen Besucher in der Sparkassen-Geschäftsstelle besonders begeistert vom Zirkus Configurani, bestehend aus Schülern der Viktoria-Schule in Aachen. Sie begeisterten mit Jonglage, Einrädern und Akrobatik am Boden. Für die musikalische Unterhaltung sorgte Helmut Güldenberg.

Tradition wieder aufleben lassen

Auch im kommenden Jahr soll es, nach derzeitigem Stand, wieder eine Sportlerehrung in der Inde-stadt geben. Der größte Wunsch von Klaus Wohnaut: Die Veranstaltung solle mit den Jahren derartig wachsen, dass die Eschweiler Talente auf einem richtigen Sportlerball für ihre tollen Leistungen geehrt werden.

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