„Spitzenplatz“ bei Gebühren fürs Niederschlagswasser

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Eschweiler. Wasser ist ein kostbares Gut. Und ein teures obendrein. Vor allem, wenn man es loswerden muss. Das spüren hierzulande vor allem die Bewohner Monschaus. Die bezahlen Abwassergebühren in Rekordhöhe, wie der Bund der Steuerzahler Nordrhein-Westfalen jetzt auflistet.

Die Perle der Nordeifel knöpft einem vierköpfigen Musterhaushalt mit 200 Kubikmetern Frischwasserverbrauch und 1230 Quadratmetern vollversiegelter Grundstücksfläche in diesem Jahr 1239,80 Euro an Abwassergebühren ab. In Eschweiler sind für die gleiche Leistung 661 Euro fällig. Damit ist die Indestadt die günstigste Kommune in der Städteregion. Ein Blick in die Nachbarschaft: Aachen verlangt 683,90 Euro, Stolberg 729 Euro. Simmerath 1108,70 Euro, Roetgen 924, Jülich 958,30 Euro, Inden 863,40 Euro, Alsdorf 849 Euro, Baesweiler 770, Herzogenrath 890,70 Euro, Aldenhoven 872,10 Euro, Langerwehe 703,50 Euro. Und Würselen liegt mit 662,60 Euro im städteregionalen Vergleich haarscharf hinter Eschweiler.

Es geht auch günstiger

Es geht allerdings auch günstiger: In Heinsberg kommt der Musterhaushalt auf 633,20 Euro Abwassergebühr, in Düren auf 494,40 Euro, in Erkelenz auf 481 Euro.

Erhebliche Unterschiede stellte der Steuerzahlerbund nicht nur bei den Abwassergebühren für Frischwasser fest. Die reichen im Regierungsbezirk Köln von 1,54 Euro (in Köln) bis zu 5,38 Euro (in Monschau). Eschweiler liegt mit 2,33 Euro im unteren Bereich – deutlich vor Würselen (2,65), Stolberg (2,80), Baesweiler (3,07), Alsdorf (3,45) Herzogenrath (3,81), Roetgen (3,97) und Simmerath (4,43). Bei den Gebühren fürs Niederschlagswasser sieht das anders aus: Da belegt Eschweiler mit 1,50 Euro den „Spitzenplatz“ in der Städteregion und schrammt knapp an einer Top-Platzierung im gesamten Regierungsbezirk Köln vorbei. In der Städteregion folgen Stolberg (1,30), Monschau (1,26), Alsdorf (1,23), Baesweiler (1,20) Aachen (1,03), Würselen (1,02) Roetgen (1,00), Herzogenrath (0,99). Die günstigste Kommune im Regierungsbezirk liegt ganz in der Nähe: Nn Kreuzau kostet das Niederschlagswasser gerade mal 0,35 Euro.

Im NRW-weiten Vergleich relativ günstig davon kommen die Indestädter auch bei den Abfallgebühren. Hier zahlt die vierköpfige Musterfamilie (120 Liter Restmüll und 120 Liter Bioabfall, je 14-täglich, sowie Papierabfall in haushaltsüblicher Menge) 284,88 Euro. Die gleiche Familie wird in Aachen mit 385,02 Euro zur Kasse gebeten, in Herzogenrath mit 346,32 Euro, in Stolberg mit 377,64 Euro, in Simmerath dagegen mit nur 284,04 Euro. In Würselen kostet das Paket bei vierwöchentlicher Restmüllabholung 309,10 Euro; in Monschau richtet sich die Gebühr nach dem Abfallgewicht.

Die Abfallgebühren in Eschweiler liegen im Musterfall um knapp 20 Euro über dem Landesdurchschnitt. Während aber beispielsweise Mechernich, Ratingen, Hilden und Wesseling um satte 100 Euro unter dem Schnitt liegen, langen andere Kommunen ihren Bürgern deutlich tiefer ins Portemonnaie: siehe Stolberg und Aachen, aber auch Schermbeck (436,20), Burscheid (416,28) Kamen (407) , Selm (521,64) und Münster, das mit 564 Euro rund doppelt so teuer ist wie Eschweiler.

Da kann auch die Tatsache, dass Münster bei den Abwassergebühren deutlich günstiger ist als Eschweiler, kaum trösten: Unterm Strich bleiben der Eschweiler Musterfamilie fast 110 Euro mehr in der Tasche. Und gut 160 Euro mehr als etwa ihren Nachbarn in Stolberg.

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