Sperrung bleibt bestehen: „Umweg ist Radfahrern zumutbar”

Von: ger
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Eschweiler/Würselen. Der gesperrte Radweg entlang des Flughafens Merzbrück hielt die Kreispolitiker ein weiteres Mal auf Trab. In der Kreisbauausschusssitzung diskutierten Politik und Verwaltung, was nun mit dem Wirtschaftsweg, der zum Euregiobahn-Radweg und zur Wasserburgenroute gehört, geschehen soll.

Derzeit müssen Radfahrer einen Umweg in Kauf nehmen, um nicht durch startende und insbesondere landende Flugzeuge gefährdet zu werden. Denn je nach Windverhältnissen fliegen die Verkehrsmaschinen gerade einmal zehn Metern über den Köpfen in Richtung Landebahn.

Der Düsseldorfer Bezirksregierung war diese Gefährdung der Radfahrer eine Sperrung des Weges wert. Mit der ausgewiesenen Ersatzstrecke sollte eigentlich alles geklärt sein.

Erwin Künkeler, SPD: „Der Umweg von 300 Metern ist den Leuten zuzumuten.” Aber: „Die Situation auf der Ersatzstrecke ist nicht haltbar”, sagt Rolf Beckers, Bündnis 90/Grüne.

Schildbürgerstreich

Der Ausweichweg ist nur zum Teil asphaltiert. Auf den ungebundenen Wegabschnitten stieß Beckers auf zahlreiche Schlaglöcher und Pfützen: „Ich weiß nicht, ob es sich hier um einen Schildbürgerstreich handelt. Die Benutzer des Weges sind jedenfalls zu Recht verärgert.” Die Diskussion ist für Kreisbaudezernent Uwe Zink mittlerweile ein gewaltiges Ärgernis.

„Der Weg ist nur teilweise asphaltiert. Auf den Wasser gebundenen Teilstrecken gibt es durch die landwirtschaftliche Nutzung Schlaglöcher und Pfützen. Aber die gibt es im ganzen Kreisgebiet.” Angestoßen wurde der ganze Prozess durch im Internet kursierende Videos, auf denen sich Personen in der Einflugschneise beim Landen eines Flugzeuges filmen ließen. Zink: „Haben die noch alle Tassen im Schrank, sich da hin zu stellen, wenn ein Flugzeug landet?” Dabei wiesen bereits vor der Sperrung Schilder auf die Gefahren durch den Flugverkehr hin. CDU, SPD, Bündnis 90/Grüne und Verwaltung waren sich einig, dass man die Würselener Verwaltung als zuständigen Baulastträger auf die Missstände hinweisen solle, um den Ersatzweg schnell in Ordnung zu bringen.

Nur die UWG forderte die sofortige Öffnung des gesperrten Weges. Gerd Maaßen: „Für den landwirtschaftlichen Verkehr ist der Weg weiter freigegeben. Das können die Bürger nicht nachvollziehen. Und bisher ist ja auch nichts passiert.”
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