Spelthan: „Wir haben einen Denkfehler gemacht”

Von: ptj
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CDU-Mitgliederversammlung ohne Personalentscheidung: Einziges Thema war der Anziehungspunkt Goltsteinkuppe. Foto: Jagodzinska

Inden/Altdorf. Mitgliederversammlungen ohne Personalentscheidungen sind selten. Eine solche veranstaltete der CDU-Gemeindeverband im Geuenicher Hof. Anlass war die immer wieder, auch in den eigenen Reihen, gestellte Frage „Wie geht es weiter?”.

Nachdem die CDU vor zehn Jahren im Gemeinderat den „weisen” Antrag zur Verfüllung des Tagebaulochs mit Wasser stellte und der Braunkohlenplan vor einem Jahr rechtskräftig geändert wurde, richten sich viele Augen auf den populären Indemann auf der Goltsteinkuppe.

Nach einer Weihnachtsmarkt-Veranstaltung, Public-Viewing-Aktionen und ähnlichem ist eines klar: „Das reicht nicht aus. Wir brauchen einen starken wirtschaftlichen Partner. Die Gemeinde Inden möchte einen wirtschaftlichen Mehrwert generieren, dazu gehört die Entwicklung der gesamten Kuppe”.

Den Fehler reparieren

Landrat und Aufsichtsratvorsitzender Wolfgang Spelthahn gestand ein: „Wir haben gemeinsam einen Denkfehler gemacht, uns auf einen Punkt konzentriert. Wir hätten die Gastronomie gleich mitbauen müssen. Der Fehler lässt sich aber noch reparieren”, betonte der Landrat, dessen Vortrag mit anschließender Diskussion nach der Begrüßung durch Vorsitzenden Reinhard Marx einziger Tagesordnungspunkt war. „Ich glaube, wir sind jetzt in der Lage, eine Lösung vorschlagen zu können”, baute Spelthahn Spannung auf: Er berichtete über einen „gut gelungenen Architekturentwurf”, einen Gastronomie-Investor, der „was bewegen will” und in bisher zwei Gesprächsrunden ein viel versprechendes Veranstaltungskonzept präsentiert hat und eine größere Brauerei, die dahinter steht.

Denn: „Ziel muss sein, die öffentliche Hand zu entlasten. Wir wollen nicht den Fehler machen, mit öffentlichem Geld Gastronomie machen zu wollen”. Nach einem Startpaket aus öffentlicher Hand soll sich das Konzept des Betreibers selbst tragen.

Aus vergaberechtlichen Gründen nannte Spelthahn keine Namen. Zur Detailklärung sollen noch etwa vier Wochen ins Land ziehen, einen Schnellschuss will der Landrat nicht riskieren. Als nächstes warb er dafür, „zeitnah im Gemeinderat zu den nötigen Beschlüssen zu kommen”.

Wenn der Vorschlag im Rat auf den Weg gebracht ist, schlug Spelthahn vor, „Vertrauen zu delegieren”. Ihm schwebt zunächst die Bildung eines Beirats vor, der „in seiner Verantwortung darüber berichten kann”.

Ferner trug er den Wunsch der Gemeinde vor, einen Spielplatz auf der Goltsteinkuppe anzulegen. Obwohl das durchaus in seinem Sinne ist, riet er zur Geduld.

Die geplante Gastronomie soll einen Sichtbezug zum Spielplatz haben. Indener Eltern werden dort nicht in Ruhe essen und trinken können, wenn ihre Kleinen unbeaufsichtigt spielen.

Marx hatte „selten eine solche Zufriedenheit im Kreis der Gemeindeverbandsmitglieder gesehen”, der den Zwischenstand zum Thema Goltsteinkuppe noch in der letzten Gemeindeverbandssitzung „mehr als ernüchternd” fand.

Dankesworte für „die erfreuliche Ausführung” und eine Einladung auch in die Fraktion und zu Gesprächen mit dem Koalitionspartner waren die Reaktion.
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