„Spell”: Die andere Seite von Prof. Dr. Hans-Wolfgang Menges

Von: irmi
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„Ein Abendmahl” der anderen ART: Dieser Digitaldruck ist eine Gemeinschaftsarbeit von Professor Menges (Foto) und R. Sauerbier. Foto: Röhseler

Eschweiler. Joseph Beuys hat seine Spuren hinterlassen bei Prof. Dr. Hans-Wolfgang Menges alias „Spell”. Seit Sonntag stellt der ehemalige Beuys-Schüler seine etwa 50 Werke in der Städtischen Kunstsammlung im Talbahnhof aus. Provokant sind schon einige seiner Arbeiten.

Und anziehend, wie sich bei der Vernissage von „Diagnose - Kunst/ Kunst - Diagnose” am Sonntag zeigte. Denn die Räume des Eschweiler Kunstvereins schienen aus allen Nähten zu platzen. Dicht gedrängt, schoben sich die Besucher von Raum zu Raum, um sich die Collagierungen von Röntgenbildern, die Assemblagen, Photogramme und Skulpturen von „Spell” anzuschauen.

Einige seiner Werke entstanden in Gemeinschaftsarbeit mit anderen Künstlern. Beispielsweise das „Abendmahl”, aufgenommen in einem Operationssaal, das Spell gemeinsam mit dem Kölner Rainer Sauerbier erarbeitete. Vor dem 2 x 1,50 Meter großen Photogramm bildeten sich immer wieder große Betrachtertrauben, wie auch vor der Installation „Es ist eben nicht egal, wenn in China ein Sack Reis umfällt”, die der Künstler gemeinsam mit Moritz Menges präsentierte.

Vor wenigen Monaten ist Menges als Chefarzt der Allgemein- und Thoraxchirurgie im Eschweiler St.-Antonius-Hospital in den Ruhestand getreten. Er ist zweiter Vorsitzender der Europäischen Vereinigung Bildender Künstler aus Eifel und Ardennen e.V. (EVBK) und damit Stellvertreter des Präsidenten Prof. Dr. Dieter Alexander Boeminghaus.

Dr. Boeminghaus war es auch, der eine beeindruckende Einführungsrede bei der Vernissage hielt. Seine erste persönliche Begegnung habe er mit der anderen Seite des Menschen „Spell” gemacht, verriet Professor Boeminghaus. Nämlich die Begegnung mit dem Arzt, dem Heiler, dem Chirurgen Prof. Dr. Wolfgang Menges.

„Ich darf sagen, meine Erfahrungen waren außerordentlich. Mein Vater war ein guter Chirurg. Und so war ich in meinen Erwartungen schon vorgeprägt. Es gab also noch mehr hervorragende Chirurgen auf der Welt. Und doch kam etwas hinzu, das ich bis dahin noch nicht bei einem Arzt erlebt hatte, etwas Wohltuendes, etwas, das mir sehr vertraut erschien.”

An Dr. Menges gewandt: „Ich finde, es ist ein Glück, dass sie solch einen ordentlichen Beruf hatten und uns nun über ihre Kunst an ihren persönlichen Erfahrungen mit dem Menschen teilnehmen lassen. In dieser Ausstellung werden zum ersten Mal nach dem Wachwechsel seiner beiden Ichs die neuesten Werke gezeigt.”
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