SPD fordert Umgestaltung des Inde-Ufers in der Innenstadt

Von: Rudolf Müller
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Eine schäbige Betonrinne bildet das Bett des Flusses, der der Indestadt ihren Namen gibt. Nicht nur die SPD fordert jetzt, der Inde einen neuen Rahmen zu geben, der Fluss und Bürgern gerecht wird. Foto: Rudolf Müller

Eschweiler. Was Stadtplaner im Rathaus jüngst vorsichtig angedacht haben, das erhebt die SPD-Ratsfraktion jetzt zur Forderung: Das Inde-Ufer soll umgestaltet werden – weg vom mit Wildwuchs bestandenen Betonkanal hin zu einem attraktiven, „erlebbaren“ Flusslauf, der ein positiv prägendes Element für die Innenstadt darstellt.

Anlass für die Überlegungen im Rathaus ist die Überplanung des ehemaligen City-Centers samt Karstadt-/Hertie-Komplex und Parkhaus durch die Kerpener Investoren Bernd Pieroth und Ralf Schumacher. Ein Bauvorhaben, das das Rathaus umklammert. Um ein stimmiges Gesamtbild zu erzielen, soll auch der Rathausvorplatz neu gestaltet werden. Dabei könnte sogar der seit Jahrzehnten immer wieder diskutierte Rückbau der Indestraße von vier auf zwei Fahrspuren realisiert werden.

Gewichtiger Standortvorteil

Eschweilers Jungsozialisten hatten beantragt, zu prüfen, inwieweit eine Umgestaltung des Inde-Ufers zu einem attraktiven „Erlebnis-Ufer“ in die bestehenden planerischen Konzepte eingebunden werden könnte. Dem schließt sich die Mehrheitsfraktion nun an.

„Mit Blick auf die derzeitigen Prozesse zur Entwicklung und Stärkung einer ,Marke Eschweiler‘ ist es unserer Meinung nach zwingend notwendig, die Inde in diese Prozesse zu integrieren. Ein innerstädtischer Fluss kann ein gewichtiger Standortvorteil (Stadtbild, Touristik, Lebensqualität) für eine Kommune sein“, betont SPD-Fraktionsvorsitzende Nadine Leonhardt mit Verweis darauf, wie intensiv andere Städte und Gemeinden wie etwa Köln, Düsseldorf und Monschau dieses Element nutzen.

Begehbares Ufer

Seit jeher, so erinnert Leonhardt, stelle die Inde „einen, wenn nicht sogar den prägenden Teil unserer Innenstadt“ dar. Der Fluss sei damit auch ein wichtiger Aspekt der Eschweiler Identität.

Außerhalb der Innenstadt ist der Bedeutung des Flusses längst Rechnung getragen worden. Die Renaturierung der Inde-Auen außerhalb des Innenstadtkerns habe gezeigt, wie wichtig eine nachhaltige Gestaltung dieser empfindlichen Landschaft sei. Dass die Inde-Auen stark als Naherholungsgebiet genutzt werden, so Leonhardt, zeige, wie viel Potenzial in der richtigen Gestaltung und Nutzung eines Flusses für eine Stadt liegen könne.

„Gerade Eschweiler als Teil des Indelandes – in welchem wir stets mit dem Element Wasser in Verbindung gebracht werden – sollte sich dieser Möglichkeiten bewusst sein.“ Die Stadt, die sich gerne als Indestadt bezeichnet, sollte überlegen, das Inde-Ufer vor allem im Bereich von Uferstraße, Neu- und Grabenstraße völlig neu zu gestalten. Statt der bisherigen „Kaimauern“ sollte ein begehbares Ufer entstehen. Das könnte zum Beispiel Treppenanlagen hinunter zum Wasser beinhalten.

Treppen, wie sie am „neuen“ Markt gerne als Treffpunkt und Aufenthaltsort genutzt werden. Welche Möglichkeiten sich anbieten, das soll die Stadt nun klären. Sollten konkrete Maßnahmen angestrebt werden, wird auch der Wasserverband ein gewichtiges Wort mitzureden haben.

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