Eschweiler - SPD fordert Elternhaltestellen in Eschweiler

SPD fordert Elternhaltestellen in Eschweiler

Von: rpm
Letzte Aktualisierung:
6231974.jpg
Sicher zur Schule: Das geht nicht nur per „Eltern-Taxi“. Foto: stock/Reinhard Kurzendörfer

Eschweiler. Seit die Städte Dreieich bei Frankfurt, Pohlheim bei Gießen und Griesheim bei Darmstadt beim Bundeswettbewerb „Sicherer Schulweg“ des Bundesverkehrsministeriums und des ADAC gerade für das Konzept der Elternhaltestellen ausgezeichnet wurden, hat die Idee viele Nachahmer gefunden. Jetzt soll es auch in Eschweiler verwirklicht werden, fordert die SPD-Fraktion.

An zunächst ein bis zwei Schulen soll es bald vorbei sein mit dem morgendlichen Chaos aus heranstürmenden Schülern und drängelnden Blechkarossen, mit denen Mütter und Väter ihre Sprösslinge zum Unterricht kutschieren.

Was der Sicherheit der eigenen Kinder dienen soll, das gefährdet andere: Immer wieder kommt es im Fußgänger-Fahrzeug-Gedränge vor Schulen wie auch Kindergärten zu gefährlichen Situationen. Dem will die SPD nun einen Riegel vorschieben, indem sie den Bring- und Abholverkehr vor den Schulen unterbindet.

Stattdessen sollen in einiger Entfernung von den Schulgebäuden „Elternhaltestellen“ eingerichtet werden. Von dort aus sollen die Kinder – zunächst noch in Begleitung Erwachsener – in Gruppen den restlichen Schulweg zu Fuß zurücklegen.

Das sorge nicht nur für ein Klimaverbesserung rund um die jeweiligen Schulen, sondern fördere auch die Selbstständigkeit und Gesundheit der Schüler, für die der Schulweg dann wieder Aktions- und Erlebnisraum werde.

„Kinder, die Wege nicht selbstständig gehen dürfen“, betont SPD-Fraktionsvorsitzender Leo Gehlen, „haben einer Studie zufolge eine geringere Reaktionsfähigkeit und Geschicklichkeit sowie ein schwächer ausgeprägtes Gleichgewichtsvermögen. Die Zahl der sozialen Kontaktpersonen ist um einiges geringer, und die Kreativität, die Selbstständigkeit und Ausdauer sind wesentlich vermindert.“

Eltern wollen ihre Kinder zu selbstständigen Persönlichkeiten erziehen. Doch wie sollen die Kinder Sicherheit im Verkehr erwerben und ihre Umgebung erleben, wenn sie selbst immer nur passive Verkehrsteilnehmende sind?

Eltern wollen, dass ihre Kinder gesund bleiben. Mit dem Eltern-Taxi vermitteln sie ihren Kindern jedoch bei jeder Fahrt, dass Mobilität gleichbedeutend mit Automobilität ist und nicht mit körperlicher Bewegung.

Eltern wollen ihren Kindern eine möglichst intakte Umwelt hinterlassen. Mit ihren Fahrten verursachen sieallerdings jährlich pro Schulkind bis zu 160 kg CO2 auf Kurzstrecken, für die es umweltfreundliche und günstige Alternativen gibt.

Ob das Konzept, das in vielen Städten bereits funktioniert und aktuell auch in Aachen erprobt wird, auch auf Eschweiler übertragen werden kann, das soll die Verwaltung nun prüfen.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert