Spannender Ausflug mit Försterin Susanne Gohde

Von: mic
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Mit Försterin Susanne Gohde und ihren beiden Hündinnen Fa und Dana unternam die muntere Schar aus Bohl eine lehrreiche und spannende Wanderung durch den Stadtwald. Foto: Cremer

Eschweiler. Sie wissen jetzt, wo Fuchs und Dachs zuhause sind, dass Fledermäuse auch in Bäumen wohnen und dass es selbst im kleinsten Tümpel von Leben nur so wimmelt. Gemeinsam mit Försterin Susanne Gohde und vier Betreuerinnen unternahm eine aufgeweckte Kinderschar am Mittwoch eine Waldexpedition.

Ein abwechslungsreiches Programm haben sich die pädagogischen Mitarbeiterinnen der Ganztagsbetreuung an der Grundschule Bohl für die Ferienspiele einfallen lassen; Trägerin der Ganztagsbetreuung dort ist die Arbeiterwohlfahrt.

Bereits am Dienstag hatten die Kinder einen Riesenspaß auf dem Wasserspielplatz in Weisweiler, und sie freuen sich schon jetzt auf die Fahrt zum Aachener Tierpark und den Ausflug zu einem Bauernhof in Dürwiß. Spiel und Spaß auf dem Schulgelände sowie Erste-Hilfe-Kurse für die Kinder sorgen während der zwei Wochen zusätzlich für viel Kurzweil.

Ganz aufgeregt waren die jungen Wanderer aus Bohl, als sie am Mittwochmorgen sahen, dass Försterin Susanne Gohde zum vereinbarten Treffen am Wildgehege Bohler Heide zwei muntere Begleiter dabei hatte: Jagdhündin „Fa” und besonders die knuffelige Mischlingshündin „Dana” hatten es den Kindern sofort angetan.

Und da „Dana” offensichtlich ebenso erfreut war, holte sie sich an diesem Vormittag gleich eine ganze Monatsration an Streicheleinheiten ab. In den Momenten allerdings, wo Susanne Gohde etwas erklären wollte, war „Streichelpause” angesagt.

So hatte es die Försterin gleich zu Beginn mit den jungen Abenteurern vereinbart, denn nur wer zuhört, lernt auch etwas. Zu ihrer Unterstützung stellte sie aus den Reihen der Kinder gleich einen „Hilfsförster” ab, der als äußeres Zeichen fortan den Hut der Försterin tragen durfte; dieses Amt (und natürlich der Hut) wanderte wie abgemacht reihum.

Gelernt und entdeckt haben die Kinder am Mittwoch eine Menge. So klärte Susanne Gohde darüber auf, dass man nicht „zu den Rehen geht”, wenn man die Bohler Heide meint, sondern dass dort Damwild lebt. Und weil der männliche Hirsch am Mittwoch fett, faul und träge in der Sonne döste, erläuterte sie den Kindern, dass dieser gerade in der „Feistzeit” sei. „Da wird er richtig fett.” Diese Auszeit diene zur Vorbereitung auf die Brunft. Und wie erklärt man „Brunft” nun wieder? Ganz einfach: „Dann läuft er nur noch den Frauen hinterher.”

Auf ihrem Weg stieß die Expedition auf die Behausungen vieler anderer Waldbewohner. In eine Spechthöhle hoch im Baum waren kleine Nachmieter eingezogen. Sie selbst waren zwar nicht zu sehen, sehr wohl aber unterhalb der Höhle eine Spur ihrer Hinterlassenschaften. Solch ein brauner Streifen entlang der Rinde sei eindeutig, erfuhren die Kinder: Hier wohnen Zwergfledermäuse. Da diese ihr Geschäft hängend erledigen, stört es sie nicht, wenn „die Bude” voll ist; der Rest schwappt über und läuft den Baum hinunter.

Spannend war auch ein Erdnest, das die Försterin den Kindern auf einer Lichtung zeigte. Hier waren einmal Wespen zuhause - bis der Dachs kam und sich die Brut einverleibte. Ach ja, der Dachs: Wie sich dessen Heim vom Bau (auch „Burg” genannt) eines Fuchses unterscheidet, erklärte Susanne Gohde ebenfalls.

Rund um eine solche Erdhöhle versammelt, erfuhren die Kinder schließlich, dass Dachs, Fuchs und - wer hätte das vermutet? - Kaninchen hier oftmals friedlich nebeneinander leben. „Das nennt man Burgfrieden”, sagte die Försterin: „Da wo ich wohne, jage ich nicht.” Da behaupte noch einmal jemand, wir Menschen könnten nichts von den Tieren lernen.
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